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Speedway-Gemeinde Warlin weiß nichts von geplanter Rennstrecke

Der geplante Bau eines Speedway-Rings in Warlin hat große Aufmerksamkeit erregt. In der Gemeinde gibt es aber noch ein wenig Klärungsbedarf.
Tim Prahle Tim Prahle
Die große Speedway-Vergangenheit Neubrandenburgs soll in Warlin wieder auferstehen.
Die große Speedway-Vergangenheit Neubrandenburgs soll in Warlin wieder auferstehen. Archiv
Gut 250 Gäste waren vergangene Woche ins Neubrandenburger „Boxenstopp“ gekommen, um die Pläne für eine neue Speedway-Arena in Warlin kennenzulernen. Wer an diesem Abend allerdings fehlte, war Bürgermeister Ralph-Günter Schult.
Gut 250 Gäste waren vergangene Woche ins Neubrandenburger „Boxenstopp“ gekommen, um die Pläne für eine neue Speedway-Arena in Warlin kennenzulernen. Wer an diesem Abend allerdings fehlte, war Bürgermeister Ralph-Günter Schult. Thomas Krause
Warlin.

Es ist das Dorf des Blitzers, das Dorf der Milchtankstelle – und bald auch das Dorf der Speedway-Arena? So soll es zumindest sein, wenn es nach dem Wunsch des neu gegründeten MSC Vier Tore Neubrandenburg geht. Oberhalb des Rühlower Damms haben sich die Motorsportler eine Fläche ausgeguckt und sie für den nötigen Bau einer Speedway-Arena gepachtet. Von ihren Comeback-Plänen berichteten sie vergangene Woche etwa 250 Besuchern bei einer Infoveranstaltung im Neubrandenburger „Boxenstopp“.

Bauamt vermisst Pläne und Anträge

Doch ein wichtiger Gast fehlte: Ralph-Günter Schult, Bürgermeister der Gemeinde Sponholz, zu der Warlin gehört. „Ich war eingeladen, wollte aber lieber erst einmal hören, was die Gemeindevertretung so sagt“, erzählt er auf Nordkurier-Anfrage. Es liegt ein wenig Bedauern in seiner Stimme, dass der Verein den neuen Standort bereits verkündete, bevor die zuständige Gemeinde die Chance hatte, sich mit dem Projekt auseinanderzusetzen. „Unglücklich“ sei das, so Schult. Das solle durchaus nicht heißen, dass die Sponholzer etwas gegen die Pläne haben müssen.

Alexander Diekow vom zuständigen Bauamt Neverin hat noch gar keine Pläne oder Anträge zur Speedway-Arena auf dem Tisch. Doch der Amtsleiter weiß: „Am Rühlower Damm wartet ein Bauleitplanverfahren.“ Mit neuer Flächennutzung, Öffentlichkeitsbeteiligung und allem, was dazu gehört. „Das kann schon seine Zeit dauern, wie es eben so ist im Baurecht“, sagt Diekow. Mit bis zu zwei Jahren dürfe der Verein da schon rechnen. Auf der ehemaligen Trainingsstrecke für Motor Cross Bikes, die ebenfalls nahe Warlin liegt, wäre alles ein wenig einfacher, da dort schon ein Bebauungsplan vorliegt.

Speedway-Verein hat beim Amt angefragt

Doch der MSC wolle zum ehemaligen Kiestagebau. In einem Gebiet, in dessen Nähe übrigens auch die Warliner Ortsumgehung längs gehen soll. Die Planungen des Straßenbauamtes Neustrelitz diesbezüglich laufen bereits. Mittlerweile habe der Verein ein Gespräch beim Amt erfragt, die Verwaltung hoffe dabei auf mehr Informationen, so Diekow.

Kann die Gemeindevertretung Sponholz sich nun als Bedenkenträger der ganzen Speedway-Hochstimmung überhaupt noch in den Weg stellen? „Darum wird es gar nicht gehen“, sagt Bürgermeister Schult. Am Dienstag ab 19 Uhr findet im Gemeindezentrum Sponholz die Sitzung statt, bei der dann auch den Vertretern erstmals das Projekt vorgestellt wird. „Da gibt es keine Beschlüsse und auch keine Meinungsbekundungen“, setzt Schult nach. Lediglich die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und davon sind dann doch noch einige offen.

 

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