ABSTIMMUNG

Speedway-Pläne bei Neubrandenburg nehmen erste Hürde

Zu den Speedway-Plänen in Warlin bei Neubrandenburg musste sich am Mittwoch die Gemeinde Sponholz positionieren. Ohne ihre Zustimmung hätten die Pläne bereits einen ersten Dämpfer bekommen.
In Rühlow stimmten die Gemeindevertreter mehrheitlich für den möglichen Bau einer Speedwayanlage.
In Rühlow stimmten die Gemeindevertreter mehrheitlich für den möglichen Bau einer Speedwayanlage. Tim Prahle
An der ehemaligen Kiesgrube zwischen Warlin und Rühlow soll eine Speedwayanlage entstehen.
An der ehemaligen Kiesgrube zwischen Warlin und Rühlow soll eine Speedwayanlage entstehen. Alexander Rädke
Warlin.

Die Speedwaysportanlage kann einen ersten wichtigen Erfolg verzeichnen. Bei der entscheidenden Sitzung in Rühlow stimmten sieben der neun Sponholzer Gemeindevertreter für die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens. Damit kann der Motorsportclub Vier Tore Neubrandenburg seine Pläne, eine Kiesgrube zwischen Warlin und Rühlow bei Neubrandenburg in eine Speedwaybahn umzubauen, weiter voran treiben.

Mehr lesen: ▶ Motorsport-Verein will Kritik der Anwohner entkräften

Hätte die Gemeinde Sponholz ihre Zustimmung versagt, wäre das gesamte Projekt bereits am Ende gewesen. Die Planungshoheit bleibt auch weiter in Gemeindehand. Sukzessive soll auf dem Gelände die Neubrandenburger Speedwaytradition wieder aufleben. „Zunächst soll es erst einmal eine Trainingsstrecke für den Nachwuchs sein”, kündigte Vereinschef Jan Seidler bereits vor der Sitzung an. „Ich bedanke mich schon mal für das Vertrauen der Gemeindevertreter und wir werden alles daran setzen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde das Projekt weiter voranzutreiben”, fügte er nach der Sitzung erfreut an.

Der Abend in Rühlow war von allen Beteiligten mit einiger Spannung erwartet worden. Nach Bekanntwerden der Pläne hatte sich im Ort Warlin schnell Protest gegen die Pläne geregt. Lärm und Verschmutzung wurden befürchtet. Über eine Einwohnerversammlung und einen „Akustik-Test” versuchten die Neubrandenburger für ihr Vorhaben zu werben. AM entscheidenden Abend zeigten die Bürger weniger Präsenz. Von den knapp 40 bereitgestellten Stühlen war nur etwa die Hälfte besetzt. Zu Wort meldete sich niemand, bei der Abstimmung und der Frage an die Gemeindevertreter, wer gegen den Beschluss sei wurden jedoch zwecklos einige Hände aus den Reihen der Gäste gehoben.

Bürgermeister Ralph-Günter Schult enthielt sich bei der Abstimmung. Aus Protest gegen die gesetzlichen Einschränkungen bei der Bürgerbeteiligung, wie er sagte. Denn die Gemeinde hätte bei dem strittigen Thema gerne eine Bürgerbefragung durchgeführt. Doch eine solche ist nach der §20, Absatz 4 Kommunalverfassung Mecklenburg-Vorpommerns bei Entscheidungen über Bauleitverfahren ausgeschlossen.

 

 

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Kommentare (17)

War zu erwarten. Die Veranstalter haben auch alles unternommen das es zu einer positiven Abstimmung kommt. Man brauch ja nur ein paar Gemeindevertreter überzeugen :)
Der Vorschlag das man die Bevölkerung fragt bzw. eine Abstimmung vornimmt fände ich gut. Da sollte man dann auch Rühlow und Sponholz daran beteiligen.

Mal eine Frage: Wieviele der 7 Gemeindevertreter wohnen in Warlin ?

„Zunächst soll es erst einmal eine Trainingsstrecke für den Nachwuchs sein.“

Wann und wie oft wird dann Trainiert ?
Wie lange gehen die Trainingszeiten?

Nehmen Sie bitte an den Sitzungen teil, dann können Ihre Fragen beantwortet werden.
Von der Couch aus lässt sich immer gut meckern.
Fragen Sie, sie hatten die Möglichkeit dazu.
Nur die Hälfte der Plätze für die Bürger waren besetzt, heißt es in dem Artikel und keiner hat sich geäußert oder Fragen gestellt.
Wenn es für Sie so lebensbedrohlich ist, dass fernab Ihrer Bleibe eine Sportstätte für den Nachwuchs errichtet werden soll, warum waren Sie dann nicht anwesend ?

Ich bin leider beruflich für ein paar Wochen in Berlin und bin dadurch nur am Wochenende zu Hause. Der Termin am Mittwoch war zu kurzfristig.

Ab Winter bin ich dann auch in der Woche wieder hier.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen irgendetwas neuem und gegen den Nachwus habe schon mal gar nichts. Sie wollen das ich Sie verstehe und ich möchte nur das Sie mich verstehen.

Warum verstehen Sie und ihre Mitstreiter nicht, das was sie dort errichten wollen in erste Linie Lärm produziert. Das ist einfach so, da brauch man nicht drumherum zu reden. Was machen Sie gegen den Lärm? Lärmwände vielleicht ? Gibt es dafür schon irgendein Plan ?

Es gibt ja Grenzwerte für Lärm und Geräusche, die sind ja Gesetzlich festgeschrieben, das kennen sie vermutlich. Diese Grenzwerte werden in den nächsten Jahren vermutlich weiter verschärft, wenn sie diese Grenzwerte einhalten, wenn ihr dort ein Rennen simuliert, ist doch alles gut. Wenn nicht macht ein Projekt, was es kosten würde diese Grenzwerte einzuhalten. Veröffentlichten Sie so ein Guthachten und sie haben weniger Kritiker und vermutlich auch weniger Kläger.

Vielleicht könnt ihr auch auf Benziner verzichten und nutzt E-Fahrzeuge. Von mir aus last euch das vom Bund oder Land fördern.

Ich will nur kein erhöhten Lärm, die Enduros auf der Cross Strecke reichen mir, da sind auch ein paar jugendliche, vielleicht auch Kinder dabei. Das ist auch gut, die machen auch Lärm. Da rege ich mich nicht auf :)

Der Lärm wird sich summieren. Speedwayrennen + Motocross + Bundesstraße.

... gab es einen öffentlichen Termin mit allen Beteiligten.

An diesem Tag wurden Akustiktest vor Ort durchgeführt und die Lautstärke auch in größerer Entfernung gemessen.
Zu diesem Termin wurden extra Speedway-Maschinen besorgt, um reale Bedingungen zu schaffen.

Glauben Sie mir, Ihr eigener Staubsauger und die Rasenmäher Ihrer Nachbarn sind wesentlich lauter.

Anhad Ihrer Fragen merke ich allerdings, daß Ihre Angst vor was auch immer riesengroß ist aber das eigene Informationsinteresse über die Angelegenheit sich eher in Grenzen hält.

Dafür können dann andere aber auch nichts.

Bei aller liebe. Man kann sich auch sportlich betätigen ohne Krach oder die Umwelt zu verpesten. Da fragt man sich wirklich wo die Grünen bei diesem Thema sind. Dieses Projekt muss gestoppt werden.

Warum sprechen sie hier für alle ?
"Keiner" kann ja gar nicht sein, wenn es tausende Bahnsportfans in M/V gibt.

ne, Dummbaddels müssen gestopt werden...

ne, Dummbaddels müssen gestopt werden...

Kennen Sie meinen Staubsauger. Nein warum machen sie solche Vergleiche. Apfel mit Birnen vergleichen, nennt man das.

Es gibt Grenzwerte für Lärm, die müssen sie einhalten und ob sie dort ein Akustiktest mit im stand laufende Motoren gemacht haben interessant niemanden.

Ich denke sie haben keine Ahnung wie man Lärmmessungen durchführt. Das ist schlecht. Ich kann nur offen das sie nicht der Kopf der Befürworter sind.

Danke für den Vergleich, der rein gar nichts aussagt.

Messungen durchführen und die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Für sie als Lektüre
https://www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/laermschutz/kurzinfo/

Ich zitiere dort:
„ Grundsätzlich gilt: Jenseits der "großen" Lärmverursacher sollte jede und jeder Einzelne bedenken: Was man selbst vielleicht nicht als störend empfindet, kann anderen buchstäblich auf die (Hör-)Nerven gehen.“

Motorrad-Speedway
Anläßlich eines Trainingsbetriebes vor einer internationalen Veranstaltung wurden Messungen beim Betrieb von vier Speedwaymotorrädern mit einem Hubraum von 500 ccm und einer Leistung von ca. 75 PS durchgeführt. Die Bahnlänge betrug dabei rd. 400 m. Überschlägig wurde hier eine mittlere Bahngeschwindigkeit von ca. 80 km/h berechnet. Für den Betrieb dieser vier Fahrzeuge - mehr werden normalerweise auch bei einem Rennbe- trieb nicht zugelassen - wurden im Mittel folgende Schallemissionen festgestellt:

Über die Betriebszeit gemittelte Schalleistungspegel für vier gleichzeitig betriebene Speedway-Motorräder
LWAFeq(4) in dB(A) 139
LWAFTeq(4) in dB(A) 142

@Munketoft-> Also ihr Staubsauger ist lauter als 142db. :) .... den Staubsauger möchte ich sehen.
Als Vergleich, mein Staubsauger hat maximal 50db.
Da habe ich mit meinem Anwalt eine gute Chance .

Deshalb unternehmen sie und ihre Leute Gegenmaßnahmen und verringern mit wirksamen Maßnahmen die Lautstärke für die Anwohner, sonst wird das nichts. Das kann ich ihnen versprechen.

Sie wohnen direkt an der Bahn, haben Ihr Haus direkt in oder an der Kiesgrube.
Das hätten Sie natürlich sagen müssen, ich bin davon ausgegangen, dass Sie unten im Dorf wohnen.
Dann kann man natürlich die Werte, die am Auspuff direkt gemessen werden 1:1 als Lärmbelästigung zu Rate ziehen.
Aber eine Frage sei erlaubt, warum bauensie ihr Haus in einer Kiesgrube und nicht wie die anderen im Dorf ?
Unverständlich.

Wie laut es wird, wird spätestens das Gutachten eines von Ihnen oder von mir beauftragten Sachverständigen zeigen und dann werden wir sehen, ob mein Roboterstaubsauger lauter ist als ihre 142 dB Speedwaymaschinen. Wie Sie behaupten. Wenn das Gutachten und das Gericht sagt es ist zu laut, dann fahren sie vermutlich erstmal nicht mehr, dann müssten sie dort den Lärm mit geeigneten Maßnahmen reduzieren. Wie auch immer sie das anstellen. Das kosten Geld.

Das man das Problem der Lautstärke schon während der Projektplanung miteinbeziehen sollten habe ich Ihnen schon mehrmals geschrieben. Darauf gehen Sie überhaupt nicht ein.

Ich glaube Sie verstehen nicht, das ich sie und ihre Speedwayfreunde mit dem Hinweis auf gesetzliche Grenzwerte zum Thema Lärm und belästigen ein Stück entgegen kommen und sage: Verringern sie den Lärm für die Anwohner, dann könnten Sie auch fahren. Sie behaupten es ist so leise das wir nichts hören würden, dann her mit dem Gutachten.

... und sein Anwalt, eine never ending Story.

Es ist doch einfach nicht verständlich warum für einpaar Leute die Natur belastet werden soll. Im Grunde gehts doch nur darum Lärm und Gestank zu verbreiten. Wenn sie auf E-Motoren umsteigen könnte ein Kompromiss gefunden werden.

Korrekt, wir machen Vorschläge und was wir bekommen sind teilweise Geschmacklose antworten. Es sind zwei Probleme die die Anwohner haben

1.Lärm
2.Müll

Das verstehe ich nicht, Lärm kann man messen (Gutachten) gehört in die Planung des Projektes.
Wenn das Gutachten sagt, die Werte sind für die Anwohner akzeptabel und überschreiten nicht die gesetzlichen Vorgaben, ist doch alles gut. Wenn die Grenzwerte nicht eingehalten werden müssen doch einfach nur Maßnahmen unternommen werden um die Anwohner vor den Lärm zu schützen. Das würde doch ein gutes Zeichen setzen um ein paar mehr Befürworter des Projektes zu gewinnen.

Was die zwei befürworte hier im Forum schreiben, zeigt das sie keine Empathie für die Betroffenen zeigen und sich noch lustig über uns machen.

So wird es dann natürlich, wie schon so oft geschähen immer enden, wenn sich die Gegner und Befürworter nicht wenigstens in der Mitte treffen und beide Seiten sich nicht entgegen kommen, gibt es streß.

Die beiden User sollten unsere Probleme ernst nehmen und sich nicht lustig über uns machen.

Man sieht ja wie diese Gutachten meistens gemacht werden (Umgehungsstraße Lärmgutachten). Um alle ins Boot zu holen ist vielleicht eine Vorstellung des Projekt vor Ort mit einem Testlauf notwendig. Natürlich müssen auch der Schutz der Natur beachtet werden( Öl, Benzin und Abfälle) gibt es da eine Konzept. Und wer finanziert den Spaß eigentlich.

na Sie bestimmt nicht-Geizhals.