Für eine Mutter kam bei dem Unfall auf der B 104 jede Hilfe zu spät, ihre verletzte kleine Tochter starb im Krankenhaus. Eine Spendenaktion soll den Hinterbliebenen jetzt helfen.
Für eine Mutter kam bei dem Unfall auf der B 104 jede Hilfe zu spät, ihre verletzte kleine Tochter starb im Krankenhaus. Eine Spendenaktion soll den Hinterbliebenen jetzt helfen. Felix Gadewolz
Hilfsbereitschaft

Spendenaktion nach dem Horror-Unfall auf der B104

Ein tragischer Verkehrsunfall hat eine 33-Jährige und ihre kleine Tochter aus dem Leben gerissen. Ein Verein sammelt jetzt Spenden für die Hinterbliebenen.
Neubrandenburg

Nach dem Unfalltod einer Mutter und eines ihrer Kinder in Neubrandenburg sind die Anteilnahme und die Hilfsbereitschaft groß in der Region. Der Bürgerverein Bargensdorf e. V. startete am Dienstag eine Spendenaktion, um den hinterbliebenen Vater und dessen dreijähriges Kind, das den Unfall überlebt hat, zu unterstützen.

Mitgefühl und Trauer

„Es ist für uns unfassbar, wir können an nichts anderes mehr denken“, sagte die Vereinsvorsitzende Dana Rentner dem Nordkurier. „Es ist so traurig, unser Mitgefühl gilt der Familie.“ Diese sei erst vor wenigen Monaten in den Ortsteil von Burg Stargard gezogen, aber dennoch bereits bekannt gewesen. „Man geht morgens aus dem Haus – und abends sieht man sich nicht wieder“, zeigte sich die Vereinsvorsitzende erschüttert über den Tod von Mutter und Kind.

Tragisch: Was führte zum schrecklichen Unfall auf der B104?

Die Idee, für den hinterbliebenen Vater eine Spendenaktion zu starten, stammt nach den Worten der Vereinsvorsitzenden von Beamten der Polizeistation Burg Stargard. Diese seien an den Verein herangetreten, ob dieser dies organisieren könne. Nach Informationen des Nordkurier waren es auch Stargarder Kontaktbeamte, die dem Vater am Montagvormittag die Nachricht vom Tode seiner Frau überbrachten. Die zwei Monate alte Tochter, die mit im Auto saß, erlag am Nachmittag ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Auf den Weg in den Kindergarten verunglückt

Von dem tragischen Schicksal der jungen Familie zeugten einen Tag nach dem Unfall nur ein paar grüne Markierungen, die während der Unfallaufnahme auf der Fahrbahn aufgebracht worden waren. Ansonsten ließ am Dienstag nichts vermuten, dass auf der viel befahrenen B 104 zwischen Neubrandenburg und dem Ortsteil Weitin die junge Mutter und eines ihrer Kinder das Leben verloren.

Keine Blumen oder Kerzen am schwer zugänglichen Fahrbahnrand, wo am Montagmorgen die 33-Jährige auf dem Weg stadtauswärts in den Gegenverkehr geriet und ungebremst frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen fuhr. Sie war nach Nordkurier-Informationen auf dem Weg in den Kindergarten des Dreijährigen.

Die Mutter starb noch am Unfallort, ihre zwei Monate alte Tochter erlag Stunden später im Krankenhaus schweren Kopfverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Das ältere Kind zog sich bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen zu. Der Vater erlitt einen Schock, als er auf der Arbeit von Polizisten aufgesucht wurde, die im die traurige Nachricht vom Tod seiner Ehefrau überbrachten. Er wurde anschließend zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Dort hatten die Ärzte noch um das Leben der kleinen Tochter gekämpft – leider ohne Erfolg.Der 35 Jahre alte Lkw-Fahrer erlitt bei dem Unfall ebenfalls einen Schock, blieb aber äußerlich unverletzt.

Wieso die Frau mit ihrem Wagen an einer Kuppe vor dem Weitiner Ortsschild in den Gegenverkehr kam, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Unfallursache sei weiter ungeklärt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ein Sachverständiger der Dekra wurde bereits am Montag hinzugezogen, um zu klären, wie es zu dem Unfall kam.

Wer der Familie helfen möchte, kann spenden an:

Bargensdorfer Bürgerverein e. V.
Verwendungszweck „Spendenaktion Unfall“
IBAN: DE51150616180001722042

 

zur Homepage