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Spenderin fühlt sich ausgebremst

Eine Neubrandenburgerin will unbedingt den Flüchtlingen und deren Kindern im Asylbewerberheim helfen – wird aber immer wieder vertröstet.

Monika Holm hat Geschenketüten und Spendenkartons gepackt, um das den Flüchtlingen in Neubrandenburg spenden zu können. Aber die Neubrandenburgerin fühlt sich sitzen gelassen. 
Thomas Beigang Monika Holm hat Geschenketüten und Spendenkartons gepackt, um das den Flüchtlingen in Neubrandenburg spenden zu können. Aber die Neubrandenburgerin fühlt sich sitzen gelassen. 

Monika Holm besitzt mehr als sie braucht. Schon vor Wochen hat die 52-jährige Neubrandenburgerin Kartons gepackt und Kisten gefüllt. Voller Kindersachen und Spielzeug. „Alles noch gutes Zeug“, sagt sie, zum Wegwerfen viel zu schade. Denn es gebe auch in der Viertorestadt Menschen, die solches dringend brauchen. „Im Asylbewerberheim zum Beispiel, wo die Flüchtlinge nur mit dem, was sie am Leibe tragen, ankommen.“ Monika Holm war schon mal oben in der Oststadt, dort wo die untergebracht sind. „Der Nordkurier hatte mir den Kontakt vermittelt, so dass ich Kleidung hinbringen konnte.“

Die Frau will aber weiter helfen. Nur – mittlerweile hat die Spenderin den Eindruck, ihre Hilfe sei überhaupt nicht mehr gefragt. „Ich bekomme einfach keinen Termin mehr, das verstehe ich nicht.“ Ihre Ansprechpartnerin, beim ersten Überreichen der Gaben, sei Kathleen Ludwig gewesen. Die Frau vom Vorstand des Vereins Genres e.V. hatte schon vor Weihnachten eine große Spendenaktion initiiert, bei der Neubrandenburger insgesamt 5400 Euro für das Asylbewerberheim sammelten. „Aber jetzt meldet sie sich einfach nicht mehr bei mir und ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll“, beklagt sich Monika Holm.

Der Nordkurier fragte bei Kathleen Ludwig vom Verein Genres nach: „Lassen Sie die Frau Holm sitzen?“. Die junge Frau wehrt sich. Schließlich sei die Arbeit in dem Verein, der sich um die Flüchtlinge kümmere, ehrenamtlich. Und zudem sei sie doch Studentin und stecke dieser Tage mitten im Prüfungsstress. „Da schaffe ich das einfach nicht.“ Ab Mitte Februar, so verspricht Kathleen Ludwig aber, könne Monika Holm wieder auf ihre Hilfe bauen.

Kommentare (1)

....die Frau Holm will helfen, ist ja auch eine noble Geste von Ihr ! Jetzt verstehe ich aber nicht warum deswegen dieser Bericht geschrieben wird auf Kosten eines Ehrenamt....Ehrenamtlichkeit beruht auf Freiwilligkeit.....seine kostbare Freizeit zu opfern weil man gefallen daran hat....sowie seine Familie und Beruf zurück zustellen! Die Zeit die bei solch einer Aufgabe drauf geht kann man gar nicht aufwiegen......und dann kommt solch ein Bericht! ....Wochen vorher wird das Ehrenamt für Flüchtlinge noch gelobt und es gibt sogar einen Zeitungsbericht....und nur ein paar Wochen später wird es durch diesen Bericht mit Füßen getreten ....! Die Frau Holm war doch nun schon dort vor Ort gewesen , dann hätte sich doch auch alleine dort hinfahren können um ihre Geschenktüten und Spendenkartons abzugeben....oder gehts ihr mehr um die Aufmerksamkeit!?????....