NEUBRANDENBURG

Sportfans glücklich – endlich wieder Muckibude!

Seit Montag haben in MV endlich die Fitness-Studios wieder geöffnet. Der Nordkurier war dabei, als in Neubrandenburg die ersten Gäste an die Geräte eilten.
Henry Damerow aus Neubrandenburg hat das Fitness-Studio in den vergangenen Wochen vermisst. Am Montag war er einer der ersten
Henry Damerow aus Neubrandenburg hat das Fitness-Studio in den vergangenen Wochen vermisst. Am Montag war er einer der ersten an den Geräten. Simon Voigt
Peter Wegner treibt seit 18 Jahren Sport und wusste sich auch in der Corona-Krise zu helfen, dennoch war er froh, am Montag wi
Peter Wegner treibt seit 18 Jahren Sport und wusste sich auch in der Corona-Krise zu helfen, dennoch war er froh, am Montag wieder im Studio trainieren zu können. Simon Voigt
Endlich wieder Hanteln! Viele Sportler haben auch Geräte zu Hause, doch im Studio zu trainieren, ist viel besser, sagen s
Endlich wieder Hanteln! Viele Sportler haben auch Geräte zu Hause, doch im Studio zu trainieren, ist viel besser, sagen sie. Simon Voigt
Das Maxx Gym musste Mitte März schließen und durfte nun wieder öffnen. Es gibt aber Auflagen.
Das Maxx Gym musste Mitte März schließen und durfte nun wieder öffnen. Es gibt aber Auflagen. Simon Voigt
Neubrandenburg ·

Größere Abstände zwischen den Geräten, Abstandsmarkierungen im Kursraum – und geduscht wird bitte zu Hause: In den meisten Fitnessstudios müssen sich die Kunden jetzt ein bisschen umstellen. Denn auch in Muckibuden gilt, was man derzeit immer und überall hört: So wie vor Corona wird es erst mal nicht mehr werden.

Hauptsache, wieder trainieren!

Die meisten Fitness-Fans stört das aber überhaupt nicht – Hauptsache, die Studios sind erst mal wieder geöffnet. In vielen Neubrandenburger Fitnessstudios standen die ersten Kunden pünktlich zur Wiedereröffnung gleich morgens auf der Matte. Juchu, endlich wieder sporteln! „Wir vom Team sind natürlich auch froh, dass es wieder losgeht”, sagt Maxx-Gym-Chef Johann Dell zum Nordkurier. „Meine Kollegen und ich freuen uns über jedes Gesicht, dass wir wiedersehen.”

Neue Regeln, vertraute Gesichter

Vor ständigen Ermahnungen müsse niemand Angst haben: „Wir haben unsere Geräte jeweils zwei Meter auseinander gestellt”, so Chef Johann. Der Mindestabstand beim Trainieren ergibt sich damit quasi von selbst. „Es sind übrigens trotzdem noch alle Gerätearten vorhanden, auch Laufbänder und andere Cardio-Geräte können wie gehabt genutzt werden”, betont der Studiobetreiber.

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Kurse wie Zumba sind ab jetzt auf 18 Personen plus Trainer begrenzt. Dass jedes Gerät nach Benutzung desinfiziert wird, war auch schon vor der Pandemie eine Regel im Studio – jetzt wurde sie offiziell in dessen Hygieneverordnung aufgenommen.

Endlich ran an den Corona-Speck

Mit einer Änderung müssen die Kunden allerdings vorerst doch leben: „Zusammen am Gerät stehen und quatschen, das geht natürlich zurzeit nicht”, sagt Johann. „Wer sich unterhalten will, muss auch bei uns den Mindestabstand einhalten.”

Unter den Sportlern hat in den vergangenen Wochen ein Begriff die Runde gemacht: der Quarantäne-Speck oder auch Corona-Speck. Wer nicht mehr trainieren kann und trotzdem so viel isst, wie zuvor, der setzt nunmal schnell an. Im MaxxGym berichten viele Besucher nun, dass sie zuerst eben diesen Speck wieder loswerden wollen.

„Zu Hause ist einfach nicht dasselbe”

Aber schon allein endlich mal wieder Studioluft zu schnuppern, tut offenbar einfach gut: „Ich hab es wirklich vermisst”, erzählt Kunde Henry Damerow aus Neubrandenburg dem Nordkurier. Und auch er gibt zu, etwas zugenommen zu haben. „Ich habe zu Hause auch ein bisschen trainiert, aber es ist einfach nicht dasselbe.” Er geht schon seit ein paar Jahren ins Studio. Was ihm gefehlt hat, war, mit anderen Leuten zusammen trainieren zu können.

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„Glücklich, wieder hier zu sein”

Auch Peter Wegner und seine Frau Jana gehörten zu den ersten Besuchern am Montag. „Wir sind glücklich, wieder hier zu sein”, sagen sie. In den vergangenen Wochen konnten sie bei einem Freund privat trainieren, sie waren auch viel Laufen, doch nun geht es wieder fünf Mal die Woche ins Studio. „Zum Glück müssen wir hier keine Masken tragen”, zeigt sich Peter Wegner erleichtert. „Wir arbeiten beide in der Gastronomie und haben dort schon den ganzen Tag einen Mundschutz auf.”

Da die Sauna noch geschlossen sein muss, hat Johann etwas improvisiert und auch im Ruheraum auf dem Dach seines Studios einige Geräte aufgestellt. Dennoch hofft er auf den 10. Juni – an diesem Tag läuft die aktuelle Corona-Verordnung aus. Er hofft, dass das Land weitere Lockerungen verabschiedet und er auch wieder die Sauna, die Solarien oder die Duschen öffnen kann. Er fragt sich: „Wir sollen uns alle die Hände waschen aber die Duschen sind geschlossen?” An dieser Regel wird hoffentlich bald nachgebessert.

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