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Wohnungsbau in Neubrandenburg

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Stadt prüft drei große Areale für Bauherren

Der dritte Bauabschnitt am Steep wird derzeit von der Neuwoges für Eigenheimbauer erschlossen.  
Der dritte Bauabschnitt am Steep wird derzeit von der Neuwoges für Eigenheimbauer erschlossen.
Jörg Franze

In Neubrandenburg fehlen Flächen für Eigenheimbauer. Die SPD prescht deshalb mit einem Antrag vor und sieht ein bestimmtes Gebiet als geeignet an. Doch im Rathaus warnt man vor einem Schnellschuss.

Der Wunsch nach eigenen vier Wänden ist in Neubrandenburg ungebrochen – und die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben daran, dass er für möglichst viele Interessenten auch bald in Erfüllung gehen kann. Doch das muss nicht unbedingt dort passieren, wo es sich die Neubrandenburger Sozialdemokraten wünschen und mit einem Antrag an die Ratsversammlung auch auf den Weg bringen wollen.

Die Fraktion hat für die kommende Stadtvertretersitzung Anfang Juli einen Vorschlag erarbeitet, der rasch ein größeres Gebiet für die Wohnbebauung auf dem ehemals für die Vier-Tore-Therme reservierten Gelände an der Nordseite der B 192 ermöglichen soll. Dafür sollte das Rathaus andere Bebauungspläne an dieser Stelle aufheben oder die Erarbeitung endgültig einstellen. Doch bei Vertretern anderer Fraktionen im Stadtentwicklungsausschuss fand dieser Plan keine Zustimmung. Michael Hintzer (Linke) warf der SPD „schlechten Stil“ vor, der Antrag sei übers Knie gebrochen und unausgegoren. CDU-Mann Marco Messner erklärte, es müsse kein zusätzlicher Druck auf das Rathaus ausgeübt werden, da das Problem dort bereits erkannt sei.

Der SPD-Antrag sei vielleicht wirklich etwas verfrüht, befand Frank Renner, Fachbereichsleiter für Stadtplanung, Wirtschaft, Bauaufsicht und Kultur im Neubrandenburger Rathaus. Denn der Stadt sei klar, dass in naher Zukunft ein größerer Baustandort ausgewiesen werden müsste. Derzeit würden drei potenzielle Areale verglichen, darunter auch das Thermengelände. Zudem seien das Gebiet „Hollerbusch“ in Weitin und eine Fläche im Süden der Stadt, die Renner nicht weiter konkretisieren wollte, in der Prüfung. Dabei seien aber Kriterien wie die Verkehrs-
erschließung, aber auch die soziale Infrastruktur wie Kita- oder Schulplätze in der Nähe genau zu betrachten. Renner stellte ein Ergebnis der Prüfung für September 2018 in Aussicht.

Kommentare (4)

Vorschlag zur Beseitigung von Unrat ect. nehmt das verwahrloste Gelände zwischen den Neubauten und dem Reitbahnsee. Top Lage und der Müll wird entsorgt... Auch die hässlichen Baracken gehören nicht zum modernen Stadtbild also Bauplatz für EH.....

Die Idee gefällt mir. Mein Vorschlag, einfach mal bei der nächsten Stadtvertretungversammlung vortragen. Dann wird das Thema besprochen und Sie bekommen auch eine Antwort. Ob die Grundstücke überhaupt der Stadt gehören etc. Gruß P.S.: Ich GLAUBE es war die Stadtvertreterversammlung, bei welcher das möglich war, ich war schon lange nicht mehr dort. Genaue Informationen gibt es im Rathaus.

P.S. Die alten Kasernen in Fünfeichen kann man abreißen und neu bebauen

Man kann ja verstehen das die Stadt gerne ihre freien Flächen versilbern will. Was mich aber stört ist die fehlende Umsicht. Sicherlich lädt der Zins ein schnell zu bauen, aber was ist danach wenn der Zins wieder höher steigt. Können dann die Eigenheimbesitzer auch alles zahlen oder stehen dann etliche wieder zum Verkauf. Und es kommt daraufhin zum leer stand. Ein Eigenheim wird nicht nur von der Rate bezahlt, nein man muss auch gleich für später was wieder zurück legen. Als soziale Stadtverwaltung sollte man drauf achten. Gebaut wird schön ganz ordentlich wie man am Steep sehen kann.