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Standort für Skatehalle in Neubrandenburg gefunden

Daniel Jahnke war lange Jahre semi-professionell in der BMX-Welt unterwegs - jetzt will er mit Gleichgesinnten eine Halle ausbauen.
Daniel Jahnke war lange Jahre semi-professionell in der BMX-Welt unterwegs – jetzt will er mit Gleichgesinnten eine Halle ausbauen.
Mirko Hertrich

Neubrandenburg bekommt einen neuen „Hotspot“ für sportbegeisterte junge Menschen. Nach langer Suche soll eine Skatehalle im Brauereiviertel entstehen – unter Einbeziehung und mit Hilfe der künftigen Nutzer.

Für Daniel Jahnke ist sein Sport kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Mit Gleichgesinnten auf zwei oder mehr Rädern über Rampen flitzen und waghalsige Kunststücke vollführen, das ist seine Leidenschaft. Diese will der neu gegründete Verein „Rollkollektiv 4 Tore“ in wenigen Monaten in einer neuen „Skate & BMX Halle“ jungen Menschen in der Region näherbringen und damit auch soziale Arbeit leisten zwischen Datzeberg und Reitbahnviertel.

Anfang September soll es an dem neuen Standort in der Gerstenstraße endlich mit dem Ausbau losgehen. Denn nach langem Suchen und der Umschiffung einiger Hürden haben die Macher ein bezahlbares und gut gelegenes Domizil gefunden, das die Voraussetzungen für den Sport und auch die Ziele des zu Jahresbeginn ins Leben gerufenen Vereins erfüllt.

Training in der Halle war Voraussetzung

„Wir wollen eine Halle, in der alle, ob nun mit BMX, Mountainbike, Scooter, Inline oder Skateboard ihren Sport und auch ihren Lebensstil ausleben können“, sagt Jahnke. Für die Umsetzung der Pläne fiel die Wahl auf eine alte Halle, die dank ihrer großen Fläche und vor allem wegen ihrer Höhe gute Voraussetzungen mitbringt. „BMX-Fahrer kommen bei ihren Sprüngen auf Höhen von bis zu sechs Metern“, erläutert der 30-Jährige.

Besonders wichtig bei der Standortwahl war ihm auch, dass der Parcours in einer Halle entsteht. „Dann können wir 365 Tage im Jahr trainieren.“ BMX ist ein ernst zu nehmender Sport, was sich sich auch an der Tatsache zeigt, dass auch „Freestyle“ ab 2020 bei den Sommerspielen olympisch ist. „Deutschland hat hier sehr gute Athleten“, schwärmt der Wahl-Neubrandenburger. Diese müssen natürlich auch trainieren, wobei es für die Aktiven in Neubrandenburg bislang eher mau aussieht.

Verein setzt auf tatkräftige Unterstützung beim Ausbau

Auf der Suche nach einem passenden Domizil musste der Verein zunächst einen Rückschlag verkraften. Ursprünglich hatte man sich einen Standort unweit des Bethanien-Centers auserkoren und auch mit öffentlicher Unterstützung schon den Ausbau gestartet. „Nach kurzer Zeit haben wir aber über Dritte erfahren, dass dieses Objekt in einer Zwangsversteigerung steckt, dies hat uns der Vermieter jedoch nicht mitgeteilt“, ärgert sich der Vereinsverantwortliche. Man sei zwar aus dem Vertrag wieder rausgekommen, aber „2000 Euro waren futsch“.

Das schmerzt besonders, da sich die Skatehalle vor allem aus Fördergeldern sowie über Sponsoren und Mitgliederbeiträge finanziert. Bei der Suche nach einer neuen Unterkunft half dann die Stadtverwaltung tatkräftig, wie Jahnke lobend erwähnt.

Der Verein mit seinen rund 30 Mitgliedern will mit Kindern und Jugendlichen auch potenzielle künftige Nutzer einbinden in die Konzeption der Halle, setzt aber auch auf tatkräftige Unterstützung beim Ausbau. Ein erstes Planungstreffen ist am 2. September ab 16 Uhr in der Gerstenstraße 2 geplant. „Jeder Interessierte ist herzlich willkommen“, lädt Jahnke ein. Schließlich gilt es, einen ehrgeizigen Zeitplan zu halten. Ende des Jahres soll die „Skate & BMX Halle“ öffnen.