TAG DER ARCHITEKTUR

Startet der Hotelneubau doch noch 2019?

Die Zeit ohne ein Hotel innerhalb der Stadtmauern gehört in Neubrandenburg bald der Vergangenheit an. Beim Tag der Architektur zeigte sich der Oberbürgermeister dahingehend optimistisch.
Dennis Bacher Dennis Bacher
Etwa 40 Interessierte beteiligten sich am Rundgang entlang der Stadtmauer und erfuhren einiges über die Zukunftspläne des Rathauses.
Etwa 40 Interessierte beteiligten sich am Rundgang entlang der Stadtmauer und erfuhren einiges über die Zukunftspläne des Rathauses. Dennis Bacher
Oberbürgermeister Silvio Witt zeigt es an: Genau dort wird schon bald ein Vier-Sterne-Hotel stehen. Foto: Dennis Bacher
Oberbürgermeister Silvio Witt zeigt es an: Genau dort wird schon bald ein Vier-Sterne-Hotel stehen. Foto: Dennis Bacher Dennis Bacher
Neubrandenburg.

Am Ende des Jahres könnten die Bauarbeiten für das Hotel in der Poststraße direkt an der Nordeinfahrt zur Neubrandenburger Innenstadt endlich beginnen. Das erfuhren die Teilnehmer des Stadtrundgangs zum Tag der Architektur mit dem Motto „Räume prägen“ am Sonnabend in der Viertorestadt.

Seit die Archäologen im Frühjahr des vergangenen Jahres bei ihren Grabungen in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadtmauer knapp 2500 Skelette entdeckten, rührte sich in dieser Grube kaum mehr etwas. Silvio Witt, parteiloser Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, der den Rundgang gemeinsam mit Stadtplaner Lutz Braun und Landschaftsarchitekt Enno Meier vom Friedländer Tor bis hin zum Treptower Tor begleitete, zeigte sich nun aber optimistisch: „Mit einer Baugenehmigung für das Hotel“, so Witt beim Zwischenstopp an der Brachfläche, „rechnen wir im Herbst.“ Je nach Witterung könne danach bereits mit dem Bau begonnen werden.

Schwierige Suche nach Investoren

Den Worten des Oberbürgermeisters zufolge erwies sich die Suche nach Investoren als schwierig. Die Fläche habe sich, anders als öffentlich wahrgenommen, keineswegs als „Filetstück“ herausgestellt. Der Neubrandenburger Maschinenbau-Unternehmer Günther Weber, dem das Grundstück gehört, ist dem Vernehmen nach nun aber wohl doch als Investor eingestiegen. Angesichts der vielen Diskussionen, der bürokratischen Hürden und der langen „Buddelei“ der Archäologen hatte dieser noch im vergangenen Jahr gesagt, „eigentlich keine Lust“ mehr zu haben. Nun steht dem Bau – bis auf die fehlende Genehmigung – offenbar aber nichts mehr im Wege.

Schon viele Pläne für das Gelände

Es wurde allmählich auch Zeit. Laut Stadtplaner Lutz Braun erlebte jenes Bauvorhaben in seinem langen Planungszeitraum gar so viele Änderungen wie kaum ein anderes in Neubrandenburg. Einst war dort eine Markthalle geplant, später sollte nahe der Stadtmauer Wohnraum entstehen. Auch einen Einkaufsmarkt mitsamt Tiefgarage zogen die Stadtplaner offenbar einst in Betracht. Die Schließung des Radisson-Hotels am Marktplatz befeuerte 2015 jedoch die Entscheidung für ein Hotel in Bahnhofsnähe. Wie es heißt, soll eine deutschlandweit bekannte Hotel-Gruppe das neue Neubrandenburger Hotel künftig führen. Anders als ursprünglich angedacht, soll das Hotel nicht komplett um die dortige Synagogen-Gedenkstätte herum gebaut werden. Zwischen Mahnmal und der Markgrafenstraße seien hingegen Wohnungen geplant.

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns ist mit den Plänen der Stadt indes einverstanden. Valeriy Bunimov vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde erhofft sich vom neuen Hotel „einen schönen Ort des Lebens“, berichtete Oberbürgermeister Witt den Stadtrundgängern von seinem Gespräch mit dem Landesrabbiner.

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