Auf dem alten Lokschuppen-Areal sollen schon bald kluge Köpfe für Innovationen sorgen.
Auf dem alten Lokschuppen-Areal sollen schon bald kluge Köpfe für Innovationen sorgen. Henning Stallmeyer
Die gute Laune und die Vorfreude auf das anstehende Großprojekt waren allen Beteiligten deutlich anzumerken.
Die gute Laune und die Vorfreude auf das anstehende Großprojekt waren allen Beteiligten deutlich anzumerken. Henning Stallmeyer
Neuwoges-Chef Frank Benischke sprach von einer „Herkules-Aufgabe” das Areal auf Vordermann zu bringen.
Neuwoges-Chef Frank Benischke sprach von einer „Herkules-Aufgabe” das Areal auf Vordermann zu bringen. Henning Stallmeyer
Digitalisierung

Startschuss für Neubrandenburgs Innovationszentrum

Auf dem alten Lokschuppengelände sollen künftig kluge Köpfe für digitale Innovationen sorgen. Stadt, Hochschule, Neuwoges und Stadtwerke sitzen dafür jetzt in einem Boot.
Neubrandenburg

Langsam wird die Sache konkret. Das alte Lokschuppen-Areal in Neubrandenburg verwandelt sich Stückchen für Stückchen in ein Digitales Innovationszentrum (DIZ). Dazu haben nun auch alle an dem Projekt beteiligten Partner eine Absichtserklärung unterzeichnet. Konkret sind das die Stadt Neubrandenburg, die Hochschule, die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) und die Stadtwerke.

Baukosten von 18 bis 21 Millionen Euro veranschlagt

Bei der Auswahl der Superlative überschlugen sich die Partner geradezu. Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sprach von einem „fast schon historischen Moment“ und verglich den Start für das DIZ mit der Entscheidung zur Gestaltung der Konzertkirche. Frank Benischke, Neuwoges-Chef, sprach von einer „Herkules-Aufgabe“ und meinte damit die Umgestaltung des in die Jahre gekommenen Lokschuppen-Areals. Er zeigte sich jedoch mit den starken Partnern an seiner Seite sehr zuversichtlich. Professor Gerd Teschke, der Rektor der Neubrandenburger Hochschule, meinte, dass das DIZ „ein Ausrufezeichen hinter dem Wort Zukunft“ bedeute.

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Mit der Errichtung des Digitalen Innovationszentrums, würde Neubrandenburg die Weichen in Richtung Zukunft und für eine Digitalisierung stellen. Doch was ist eigentlich ein Digitales Innovationszentrum? Immerhin werden die Baukosten mit zunächst 18 bis 21 Millionen Euro veranschlagt. Ein DIZ soll die nötige Infrastruktur und Räumlichkeiten für junge und kreative Digitial-Unternehmen schaffen.

Aufgabenverteilung ist bereits klar definiert

Vorausgegangen war ein Beschluss der Stadtvertretung aus dem März, welcher die Stadt dazu berechtigte, eine Betreibergesellschaft zu gründen, die das DIZ verwalten soll. In der am Freitag unterzeichneten Absichtserklärung ist festgehalten, dass die Stadt und die Hochschule jeweils zehn Prozent der Anteile an der künftigen Betreibergesellschaft halten sollen, die Neuwoges und die Stadtwerke jeweils 40  Prozent.

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Die Aufgabenverteilung ist dabei klar definiert. Während sich die Neuwoges um die Vermietung und die Instandhaltung der Gebäude kümmern soll, sind die Stadtwerke vor allem für die digitale Infrastruktur und den IT-Service zuständig. Die Hochschule will vor allem Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsprojekte in den Räumlichkeiten ansiedeln und fördern, während die Stadt vor allem für die Beschaffung von Fördermitteln zuständig ist. Die Gewinnung von Unternehmen als Mieter und die Werbung für das DIZ ist Aufgabe von allen Partnern.

Lokschuppen-Areal als idealer Standort eingestuft

Hintergrund des DIZ ist die 2018 vom Land Mecklenburg-Vorpommern beschlossene „Digitale Agenda“. Mit ihr soll die Digitalisierung im Land vorangebracht werden. Schwerpunkte sind der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Stärkung der Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie der Verwaltung. Andere Digitalisierungs- und Innovationszentren entstehen auch in Greifswald, Stralsund, Wismar, Rostock und Schwerin.

In einer Studie wurde das Lokschuppen-Areal als idealer Standort vorgeschlagen. Seit geraumer Zeit laufen auf dem in die Jahre gekommenen Gelände die Abriss- und Rückbauarbeiten. Die Kosten für Personal, Gutachten, Vermessungen und sonstige Baukosten belaufen sich dabei auf rund 100 000 Euro.

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