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Statt Kaufrausch wird fleißig getauscht

Das Interesse an der Kleidertauschbörse war groß. Mit dem Format schont man den Geldbeutel und die Umwelt. [KT_CREDIT] FOTO:Nehls

VonIngmar NehlsDer BUND verantstaltet gemeinsam mit Studenten eine Kleidertauschbörse.Neubrandenburg.Betty Hagemann hat abgestaubt. Sie geht mit einem roten ...

VonIngmar Nehls

Der BUND verantstaltet gemeinsam mit Studenten eine Kleidertauschbörse.

Neubrandenburg.Betty Hagemann hat abgestaubt. Sie geht mit einem roten Sommerkleid, einem neuen Pullover und einem Top nach Hause und hat dafür nicht einen Cent bezahlt.
Die Sudentin hat einfach alte Kleider aus ihrem Schrank eingetauscht gegen gebrauchte Sachen von anderen Studenten. Das rote Sommerkleid hat zuvor noch Sandra Schult getragen. Die Studentin des Studiengangs Naturschutz und Landnutzungsplanung hat die Kleidertauschveranstaltung an die Hochschule geholt. Sandra Schult ist Mitglied beim BUND in Neubrandenburg, betreut dort eine Kindergruppe. Die Studentin beschäftigt sich viel mit Umweltthemen und weiß daher auch, wie viele Rohstoffe für die Herstellung eines Kleidungsstückes verbraucht werden. „Eine Jeans legt eine Weltreise von 40000 Kilometern zurück, bevor wir sie im Laden kaufen“, sagt die Umweltschützerin. Über solche Fakten und auch andere Probleme konnten sich die Besucher der Kleidertauschbörse am BUND-Stand im Foyer informieren. Mit Musik und Köstlichkeiten sorgten die Studenten für gemütliche Stimmung. Vor einem Jahr gab es schon einmal so eine Veranstaltung im Kontakteck in der Friedländer Straße. Mit dem Umzug in die Hochschule haben sich die Umweltschützer eine höhere Resonanz erhofft und von den Fachschaften aus dem Sozialen und Naturwissenschaftlichen Bereichen große Unterstützung bekommen.
Betty Hagemann hätte sogar 19 Kleidungsstücke mitnehmen können, denn so viele Teile hat sie mitgebracht. „Ich kaufe auch in Second-Hand-Geschäften, weil ma tolle Sachen finden und Geld sparen kann“, sagt sie.