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Stau auch am Brückentag: „Miese Werbung für die Stadt“

Die aktuellen Arbeiten auf dem Ring zwischen Treptower Tor und Moorbrücke sind zwar auf der Zielgeraden, aber vor Ende Oktober werde es nichts mit der Freigabe der Stadtausfahrt Große Wollweberstraße, heißt es aus dem Straßenbauamt.
Die aktuellen Arbeiten auf dem Ring zwischen Treptower Tor und Moorbrücke sind zwar auf der Zielgeraden, aber vor Ende Oktober werde es nichts mit der Freigabe der Stadtausfahrt Große Wollweberstraße, heißt es aus dem Straßenbauamt.
M. May

Die Arbeitswoche in Neubrandenburg endet am Freitag, wie sie am Montag begonnen hat – mit einer verstopften Innenstadt. Baustelle, Baugrunduntersuchungen, Straßensperrung, da kommt einiges zusammen in einer Woche, die viel zum Einkaufen lockte.

„Regiert hier der Idiotismus?“ Nachdem er am Freitagvormittag von der Tiefgarage des Marktplatz-Centers bis zur Turmstraße 35 Minuten mit dem Auto brauchte, ist Jürgen Robbel der Kragen geplatzt. „An einem Brückentag, wo viele frei haben und in die Stadt wollen, Bohrarbeiten auf dem Ring, das kann doch nicht sein“, schimpft der Unternehmer. Man habe doch schon gesehen, was das an einem normalen Montag verursacht habe. In der City und weit zurück aus Richtung Oststadt und Demminer Straße hatte es sich zu Wochenbeginn gestaut, weil Baugrunduntersuchungen für die weitere Ring-Sanierung den Verkehr behinderten (der Nordkurier berichtete). Am Freitag allerdings waren die Fachleute morgens zwar noch zwischen Pferdemarkt und Bahnhof am Werk, ab dem späten Vormittag aber nur noch in der Busspur, versichert Rolf Sager vom Straßenbauamt Neustrelitz.

Allerdings begannen nach seinen Angaben am Vormittag im Auftrag der Stadt noch Fachleute damit, am Pferdemarkt Induktionsschleifen in die Straße zu schneiden und dafür Spuren zu sperren. Davon habe er nichts gewusst und man habe diese „Baustelle“ schnell wieder beendet. Für einen Außenstehenden wirke das alles schon sehr unkoordiniert, meint Jürgen Robbel und verweist auch noch auf die zweitägige halbseitige Sperrung in der Darrenstraße für den Abbau des Krans, der beim HKB-Umbau zum Einsatz kam. Wo doch in dieser Woche unter anderem wegen der Aktionen zum Center-Geburtstag besonders viele Leute in die Stadt wollten. „Für die Stadt ist das grottenschlechte Werbung.“

Vielleicht sollte man zu stauträchtigen Zeiten an eine Einbahnstraßenregelung wie zum Viertorefest denken, meint Jürgen Robbel. Dashabe super funktioniert. Rolf Sager hält allerdings nichts davon, „laufend die Verkehrsführung zu ändern“. Am Freitag habe nach seiner Einschätzung vor allem der enorme Einkaufsverkehr für Stau gesorgt. Jetzt sei das Ende der Baustelle ja abzusehen. Vor dem 30. Oktober wird es mit der Öffnung der Großen Wollweberstraße aber nichts, wie Straßenbauamtsleiter Jens Krage auf Nachfrage sagt. Das auch nur bei günstiger Witterung. Der Asphalt ist zwar drauf, aber bevor die Ampel in Betrieb gehen kann, müssen die Geh- und Radwege fertig sein. Und bis Mitte November stünden dann noch weitere Restarbeiten an.

Kommentare (1)

Vor der Innenstadt nutzen. Und mal ein kleinen Weg zu Fluss gehen würden den Autofahrern auch nicht schaden. Aber stattdessen wird jetzt auch noch der für den Verkehr gesperrten Wall Bereich befahren. Und das liebe Ordnungsamt zieht zu. Dabei braucht doch die Stadt jeden Cent im Haushalt.