Ein großer Autokorso könnte am Donnerstag den Verkehr in Neubrandenburg kurzzeitig zum Erliegen bringen.
Ein großer Autokorso könnte am Donnerstag den Verkehr in Neubrandenburg kurzzeitig zum Erliegen bringen. Felix Gadewolz
Unternehmer-Demo

Stau wegen Protest-Korso in Neubrandenburg befürchtet

Wegen eines Autokorsos mit rund 240 Fahrzeugen gegen die aktuelle Energiepolitik dürfte am Donnerstag in Neubrandenburg mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen sein.
Neubrandenburg

Der Landkreis und die Polizei warnen vor möglichen Verkehrsbehinderungen am Donnerstag in Neubrandenburg. Der Grund: Zum Empfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als Gast ist eine groß angelegte Demonstration angekündigt worden. Unternehmer aus dem ganzen Land wollen ab 16 Uhr wegen der aktuellen Energiepolitik protestieren.

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Zeitgleich zum Beginn der Demo am Marktplatz vor dem Haus der Kultur und Bildung (HKB) startet an der Stadthalle ein Autokorso. Mit Stand vom Dienstag haben sich alleine dafür 205 Autos, 10 Anhänger, 22 LKW und drei Traktoren angemeldet, heißt es von den Organisatoren.

Korso fährt um den Ring

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, wolle der Korso vom Parkplatz auf die Neustrelitzer Straße, zweieinhalb Mal um den Ring und dann in die Innenstadt fahren. Dort solle der Korso zur Demo stoßen, die Fahrzeuge sollen auf dem Marktplatz geparkt werden. Allerdings dürfen sie erst ab 16.30 Uhr rauf, nachdem der Grünmarkt seine Stände abgebaut hat. Es gebe keine festgeschriebene Maximalanzahl dafür, wie viele Fahrzeuge auf dem Marktplatz dürfen, sagte ein Sprecherin. Aus polizeilicher Sicht sei wichtig, dass es eine Rettungsgasse gibt.

Hinter der groß angelegten Demonstration stehen die Friedländer Bestatterin Doreen Peter und Mike Regner vom Lackierzentrum Neubrandenburg. Innerhalb weniger Tage haben sie die Versammlung organisiert, dafür sogar die IHK mit ins Boot geholt, die den Protest offenbar mitträgt.

Organisatoren betonen Überparteilichkeit

„Wenn bei den Energiepreisen nichts passiert und keine Hilfe vom Bund kommt, droht vielen die Insolvenz”, sagte Ralf Pfoth Leiter des Bereiches Wirtschafts- und Standortpolitik bei der IHK Neubrandenburg. Entsprechend werde dieser Protest auch unterstützt.

„Wir bleiben überparteilich”, betonte Doreen Peter. Und es gebe keine Unterwanderung von irgendeiner Seite – auch nicht durch die Organisatoren der wöchentlichen Corona-Demos. Diese hatten aufgrund ihrer Erfahrung bei der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit geholfen, sagte Doreen Peter. Inhaltlich liege der Protest ganz bei den Initiatoren, die wohl auf Hunderte Unternehmer aus dem ganzen Land hoffen dürfen.

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