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Straße über Buchhof wird ausbaut

Kreis beteiligt sich an Großgewerbegebiet.

Mit einem Eigenanteil von gut 100 000 Euro will der Landkreis seine Hausaufgaben zur Erschließung des Gewerbegroßstandortes in Trollenhagen erledigen. Dieses Geld ist der nötige Eigenanteil für die als erster Bauabschnitt geplante Erweiterung der Straße von der B 96 bis zum Ort Trollenhagen, wie der Beigeordnete der Landrätin, Hans-Ulrich Fulge (SPD), dem Bauausschuss des Kreistages erläuterte. Nachdem Bauminister Helmut Holter (PDS) der Gemeinde einen Scheck von rund 100 000 Euro für die Planungskosten des Gewerbegebietes mit zu Beginn 127 Hektar überreicht hatte (Nordkurier berichtete), müsse nun auch der Landkreis seinen Anteil bringen, um mögliche Investoren in die Region zu holen.

Vom Tisch ist nach Aussagen Fulges die Variante einer direkten Anbindung des Flughafens und des Gewerbegebietes an die Autobahn A 20, wie es zu Beginn geplant und auch heute noch von der Stadt Neubrandenburg favorisiert werde. Die Gemeinde sei dagegen. Dies wäre mit rund 12,7 Millionen Euro Gesamtkosten bei zehn Prozent Eigenanteil auch viel zu teuer. Jetzt werde nur die bereits vorhandene Straße nach Trollenhagen ausgebaut und dafür Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost eingeworben, die nur bei wirtschaftlichen Effekten gezahlt werden. Sollten sich mehr Investoren für das Gebiet interessieren, könne die Kreisstraße 36 über Buchhof erweitert und die Autos aus dem Gewerbegebiet so zum Knoten Neddemin und auf die vorhandene Nordanbindung der A 20 geführt werden.

Das würde insgesamt 3,8 Millionen Euro kosten, also rund 380 000 Euro für den Landkreis. „Man sollte mit den vorhandenen Geldern sachgemäß umgehen“, sagte der Beigeordnete. Der Abgeordnete Hubertus Hübner (CDU) hatte kritisiert, dass hier wieder nur wegen einiger Träume Gelder in den Sand gesetzt werden. Es sei noch kein Investor in Sicht. Auch Erhard Bockhold (CDU) gab zu bedenken, dass am Ende das Gewerbegebiet leer dastehen könnte. Aus Sicht des vergleichsweise kleinen Aufwandes für die vom Land bezahlten Planungen und der Straße nur bis Trollenhagen, die auch als Erschließung des Flugplatzes dient, konnten sich die Abgeordneten mit der Variante anfreunden. Ein Beschluss werde erst zum endgültigen Bau und über den Haushalt gefasst, hieß es.