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Straßenlicht verschlingt mehr „Kohle“ als geplant

Eine Straßenlampe mit LED-Leuchten - wäre das eine Lösung für Mehrkosten?  Foto: Uwe Anspach/dpa
Eine Straßenlampe mit LED-Leuchten - wäre das eine Lösung für Mehrkosten?  Foto: Uwe Anspach/dpa
Uwe Anspach

Trotz aller Sparbemühungen wird die Viertorestadt im nächsten Jahr voraussichtlich noch mehr Geld für ihre Laternen ausgeben müssen. Doch ist Dunkelheit eine Alternative?

Wird es aus Spargründen bald dunkler in Neubrandenburg? Bewohner der Vivaldistraße könnten das annehmen, denn dort fiel Anfang der ­Woche die Straßenbeleuchtung aus. Hier war allerdings nur eine Kabelstörung die Ursache, wie es aus der Pressestelle des Rathauses heißt. Aber dennoch: Im Zuge der Sparberatungen denkt man im Neubrandenburger Rathaus unter anderem auch darüber nach, bei der Straßenbeleuchtung zu sparen.

Immerhin sind dafür 1,5 Millionen Euro im Haushalt 2014 eingeplant. Und das Geld wird noch nicht einmal reichen. Nach Informationen des Nord­kurier ist jetzt ein Angebot der Stadtwerke im Rathaus eingegangen, das sich auf fast 1,6 Millionen Euro beläuft – rund 97 000 Euro mehr, als eingeplant.

Um zu sparen, gebe es mehrere Möglichkeiten, erklärt Vize-Oberbürger­meister Harald Walter: So beispielsweise die Laternen einfach abzuschalten. Das sei allerdings nicht immer einfach möglich – vor allem, wenn die Laternen in Reihe geschaltet sind. Zudem könne man Dämmerungsschalter anbringen oder die Leuchtstoffkörper gegen modernere und sparsamere wechseln. Letzteres sei allerdings teuer. Einige Vorschläge zielten sogar darauf ab, Bewegungsmelder anzubringen, so der Vize-OB.

Alle Bemühungen hätten zur Folge, dass die Stadt tatsächlich weniger Energie für ihre Beleuchtung benötige. Das Problem sei nur, dass die Kosten der Investitionen und die steigenden Energiepreise die Einsparungen am Ende wieder auffressen.