Gebühren in Neubrandenburg
Straßenreinigung wird ab 2019 etwas teurer

Für die Reinigung der Straßen in Neubrandenburg steigen die Kosten im nächsten Jahr voraussichtlich an. 
Für die Reinigung der Straßen in Neubrandenburg steigen die Kosten im nächsten Jahr voraussichtlich an.
Tobias Hase

Die Stadt hat die Kosten für Straßenreinigung und Winterdienst neu kalkuliert und schlägt eine moderate Erhöhung vor. In mancher Straße wird sie allerdings kräftiger ausfallen.

Das nächste Jahr ist noch ein paar Monate entfernt, aber die Neubrandenburger können sich jetzt schon auf höhere Kosten für die Straßenreinigung einstellen. Den Stadtvertretern liegen neue Entwürfe für eine Straßenreinigungssatzung sowie eine neue Kalkulation der Gebühren vor. Sowohl auf der Ratssitzung am 5. Juli als auch auf einer weiteren im September soll darüber diskutiert werden. Die ersten Reaktionen im Betriebsausschuss der Stadtvertretung machten allerdings deutlich, dass die Stadtvertreter kaum Einwände gegen die Gebührenerhöhung haben.

Schließlich wurde bereits vor Wochen erklärt, welche Kostensteigerungen im Bereich der Grünpflege und des Winterdienstes bei neuen Ausschreibungen auf die Stadt zukommen. Auch die Reinigung der Straßen bildet da keine Ausnahme. Seit 2011 kamen die Neubrandenburger in diesem Bereich ohne Gebührenerhöhung davon, doch jetzt war eine Neukalkulation dringen geboten, erläuterte Dirk Schwabe, Chef des städtischen Eigenbetriebs Immobilienmanagement (EBIM). Nicht nur, weil dies alle paar Jahre in Mecklenburg-Vorpommern vorgeschrieben ist. Sondern auch, weil seit der letzten Neufassung einige Straßen im Stadtbild hinzugekommen sind und so die Gesamtsumme ein bisschen anders verteilt werden muss.

Preissprung unterscheidet sich von Straße zu Straße

Beim größten Neubrandenburger Vermieter, der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges), hat man bereits erste Modellrechnungen vorgenommen, um zu ermitteln, was auf die Mieter zukommen könnte. Für eine durchschnittliche 60-Quadratmeter-Wohnung bedeute die geplante Erhöhung, dass künftig 15 Cent mehr pro Monat gezahlt werden müssten, wie Firmensprecher Matthias Trenn erläutert.

Der Vermieter weist allerdings ergänzend darauf hin, dass an mancher Straße der Preissprung deutlich höher ausfalle, weil die Straße mit der neuen Satzung einer anderen Reinigungsklasse zugeordnet wird. Das trifft zum Beispiel auf die Schwedenstraße zu, die die Stadt angesichts von wichtigen anliegenden Gebäuden wie Sportgymnasium und Jahnsportforum künftig lieber reinigen lässt, als diese Arbeit den Anliegern selbst zu überlassen. Denn dann, so erklärte Schwabe, könne man auch mit zeitlich begrenzten Halteverboten dafür sorgen, dass die Autofahrer Platz für die Kehrmaschine lassen.