Stadtvertreter Hans-Jürgen Schwanke möchte den Angriffskrieg Russland nicht in Neubrandenburg haben; für ihn ge
Stadtvertreter Hans-Jürgen Schwanke möchte den Angriffskrieg Russland nicht in Neubrandenburg haben; für ihn gelten tolerante Werte. Nordkurier-Montage/ Archiv
Streit im Gartenverein

Streit um Russlandfahne in Neubrandenburg irritiert Stadtvertreter

In der Debatte um eine Russlandfahne in einem Neubrandenburger Kleingartenverein meldet sich nun ein Stadtvertreter zu Wort. Mit wenig Verständnis für das Vorgehen des Vereins.
Neubrandenburg

Stadtvertreter Hans-Jürgen Schwanke (Bürger für Neubrandenburg) wollte keine Zeit verstreichen lassen. Zu sehr beschäftigte ihn der Nordkurier-Bericht, von der gehissten Russland-Flagge in einer Neubrandenburger Kleingartenanlage. Die Flagge hatte für Missstimmung unter den Gartenfreunden gesorgt, die verantwortliche Pächterin fühlte sich ungerecht behandelt. Sie hat die Flagge inzwischen wieder abgenommen, nach eigenen Angaben aber vor allem, um einem angedrohten Ordnungsgeld von 1.000 Euro zu entgehen.

+++Russlandfahne löst Streit in Kleingartenanlage aus+++

Wegen dieses Ordnungsgeldes hatte der Ordnungsausschussvorsitzende Schwanke nach eigenen Angaben umgehend das Neubrandenburger Ordnungsamt konsultiert, um sich zu vergewissern, ob etwa die Stadt eine derartige Drohung ausgesprochen habe. Hatte sie nicht, die Androhung soll laut der Pächterin vom Vorsitzenden des Kleingartenvereins gekommen sein.

Der widersprach dieser Behauptung. „75 Euro wären vereinsintern das Limit und das ist den vergangenen 21 Jahren noch nie vorgekommen“, sagt er. Aber für ihn sei die Angelegenheit nun auch erledigt, da alle Auflagen termingerecht erfüllt wurden.

Für Stadtpolitiker Hans-Jürgen Schwanke ist das Thema hingegen noch nicht erledigt. Es sei „eigenartig“, wie die Menschen teilweise den Krieg in die eigene Stadt lassen. Putins Krieg muss verurteilt werden, da sterben Ukrainer und Russen“, sagt der Stadtvertreter, der selbst Kleingärtner ist und nun das Gespräch mit dem Vorsitzenden suchen will.

In Neubrandenburg mit etwa 1.000 russischen Bürgern und nochmal so vielen Ukrainern gelten andere Werte als in Putins Russland und dazu gehöre auch, das Recht auf eine eigene Meinung und das Aufhängen einer russischen Fahne, fügt er an.

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