Luisa Brassen (l.) aus Mölln und Josefine Rühle aus Rostock haben das Austausch-Café konzipiert.
Luisa Brassen (l.) aus Mölln und Josefine Rühle aus Rostock haben das Austausch-Café konzipiert. Tim Prahle
Im Haus der Familie soll das Austausch-Café stattfinden.
Im Haus der Familie soll das Austausch-Café stattfinden. Mirko Hertrich
Sozial-Projekt

Studentinnen wollen ins „Austausch-Café“ locken

Zwei junge Frauen von der Hochschule wollen einen neuen Ort zum Austausch und für neue Kontakte schaffen. Der Bedarf dafür scheint hoch.
Neubrandenburg

Ein „Café“, das stehe für eine Wohlfühlatmosphäre, die es unbedingt braucht, um neue Kontakte zu knüpfen. So erklärt es Josefine Rühle. Gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Luisa Brasse hat die Studentin das „Austausch-Café“ kreiert. Eine Art großes Nachbarschaftstreffen, das künftig im Haus der Familie der Arbeiterwohlfahrt (Awo) stattfinden soll. Für alle Generationen. Bei den Neubrandenburger Familienwochen im Mai feiert das Angebot seine Premiere.

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Eigenes Projekt ist Pflicht

Die 21-jährige Luisa Brassen aus Mölln bei Neubrandenburg und die drei Jahre ältere Josefine Rühle aus Rostock studieren derzeit beide im sechsten Semester „Soziale Arbeit“ an der Neubrandenburger Hochschule. Ein eigenes Projekt sei im Rahmen des Studiums Pflicht, führen sie aus. Für sie lag eine Idee lag da bereits auf der Hand. Es sollte ein neuer Ort geschaffen werden, bei dem sich die Neubrandenburger treffen und neue Kontakte knüpfen können. Schon bei den eigenen Familien hatten die beiden jungen Frauen gespürt, dass es diesbezüglich Nachholbedarf gibt.

Corona befördert Nachfrage

Das bestätigte dann auch die Awo, bei der die beiden Studentinnen sich erkundigten. Gerade Corona hatte die Nachfrage an derartigen Angeboten erhöht. „Menschen, die neu in Neubrandenburg sind und einfach noch keine Kontakte knüpfen konnten“, nennt Luisa Brassen ein Beispiel. Oder auch Alleinerziehende, die mit außergewöhnlichen Belastungen zu kämpfen hatten und kaum mehr wussten, wohin mit sich, der Arbeit und den Kindern, fügt Josefine Rühle an.

Die Hoffnung und Besonderheit am Austausch-Café: Alle Generationen sind eingeladen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. „Ältere und Jüngere können in so vielen Dingen voneinander profitieren“, betont die 21-Jährige. Wenn sie sich aufeinander einlassen. Auf Kinder aufpassen, beim Einkaufen oder mit neuer Technik helfen, einfach mal treffen. Wie es in einer guten Nachbarschaft eben so ist.

Auch eigenes Logo entworfen

Bis zur Auftaktveranstaltung steht für die beiden Initiatorinnen noch ordentlich Arbeit. Bei Ärzten, in Testzentren, aber auch in Kindergärten sollen die Flugblätter verteilt werden, sogar ein eigenes Logo wurde bereits entworfen. Zudem habe die Sparkasse finanzielle Unterstützung zugesagt. Schon jetzt können sich Interessierte zudem für das erste „Austausch-Café“ am 17. Mai anmelden. Das sei entweder via Mail an [email protected] oder telefonisch bei der Awo-Familienbildungsstätte unter 0395 5665371 möglich.

„Wir sind selbst gespannt, wie das angenommen wird“, sagt Josefine Rühle. Klares Ziel sei, dass die beiden Studentinnen das erste Treffen selbst durchführen und inhaltlich gestalten. Doch danach soll es in die Hände der Awo als Kooperationspartner geben. Übrigens ist die Wohlfühlatmosphäre nicht das einzige, worüber sich Interessierte dabei freuen können. Auch mit „ganz klassisch Kaffee und Kuchen oder Waffeln“ sollen die Besucher verköstigt werden, kündigen Josefine Rühle und Luisa Brassen lächelnd an. Das gehöre bei einem Café schließlich auch irgendwie dazu.

 

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