Angriff in Neubrandenburg

Suche nach Messerstechern bislang erfolglos

Eine erneute Bluttat erschüttert das Sicherheitsgefühl der Neubrandenburger. Nach dem Messerangriff auf einen 18-Jährigen in der Innenstadt laufen die Ermittlungen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
An der Kreuzung von Krämerstraße und Dümperstraße waren die Jugendlichen mit dem Stralsunder in Streit geraten.
An der Kreuzung von Krämerstraße und Dümperstraße waren die Jugendlichen mit dem Stralsunder in Streit geraten. Mirko Hertrich
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Neubrandenburg.

Nach der Messerattacke auf einen 18-Jährigen in der Neubrandenburger Innenstadt ist die Polizei weiter auf der Suche nach den Tatverdächtigen. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage des Nordkurier. Der Sachverhalt gestaltet sich komplexer als zunächst von der Polizei mitgeteilt.

Den Angaben zufolge waren am Montagabend gegen 18 Uhr drei Jugendliche mit Migrationshintergrund an der Kreuzung von Krämerstraße und Dümperstraße mit einem 18-jährigen Deutschen aus Stralsund in Streit geraten. Dabei sei die Aggression der Polizei zufolge „eindeutig” von dem Trio ausgegangen, hieß es zunächst. Diese hätten den 18-Jährigen klar provoziert, wie mehrere unabhängige Zeugen ausgesagt hätten.

Verdächtige nicht eindeutig identifiziert

Die Polizei geht allerdings nicht davon aus, dass eine ausländerfeindliche Beleidigung Auslöser für den Angriff gewesen sein könnte. Der 18-Jährige habe sich ebenfalls in einer Gruppe aufgehalten, in der sich auch ein Ausländer befunden habe, sagte die Polizeisprecherin.

Nach Darstellung der Ermittler wurde der 18-Jährige von den drei anderen zunächst mit Schlägen traktiert. Einer aus dem Trio soll dann ein Messer gezogen und auf den jungen Mann losgegangen sein. Laut Polizei erlitt das Opfer leichte Schnittverletzungen und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Laut Polizeiangaben vom Dienstag sind die Tatverdächtigen bislang nicht eindeutig identifiziert. Zeugen hatten angegeben, sie schon mehrfach in Neubrandenburg gesehen zu haben. Sie sollen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren sein. Ursprünglich hatte es geheißen, man wisse, um wen es sich handele. Die Messerattacke unweit des Marktplatzes ist bereits die dritte Tat binnen weniger Wochen in Neubrandenburg, bei der eine Stichwaffe zum Einsatz kam.

 

 

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Kommentare (16)

...das stimmt leider (mal) wie es da steht. Der Einsatz von Messern häuft sich und zum Glück starb niemand wie in Chemnitz... Könnt ihr deshalb mal darüber berichten, was die Stadtvertreter dagegen tun? Ich denke die Polizei macht nichts und wird es auf die Politik schieben. Aber auf was wird gewartet, was muss noch passieren? So viel Polizei bei dem Klamotten-Laden und kaum welche auf dem Marktplatz... Und nein, ich bin kein Nazi, um diese Situation schlecht zu finden

Sondern aus Prinzip? Wenden sie sich doch an die Stadtvertretung oder - noch besser - sprechen sie in der PI-Neubrandenburg vor und erzählen sie denen was diese angeblich macht oder nicht macht. Wenn sie dort für ihre Verschwörungstheorie was gehustet bekommen haben, bitte gerne eine Rückmeldung. Brauche für morgen noch einen Witz auf dem Quartalsmeeting.

...Sie meinen die Messerattacken im Bus, auf der Brücke Demminer Str., beim AJZ, vor dem Cinestar, in der Oststadt, beim Marktplatzcenter usw. waren nur Verschwörungstheorien des Nordkuriers? Das halten Sie für einen Witz? Keine Kontrollen nach Messern, Drogen, Papieren? Einfach wegschauen? Haben Sie kein ungutes Gefühl, wenn Ihre Kinder abends noch unterwegs sind. Über die Hälfte der Befragten fühlen sich unsicher - s. Online-Abstimmung. Und Sie meinen das ist eine Verschwörung und soo viele irren sich? Bitte sich mehr informieren, bevor der "Witz" nach hinten los geht.

Bei über 50% RRG fragen Sie sich noch, was die Stadtvertretung für die Sicherheit tut? Das ist nun wirklich ein Witz! Lernen durch Schmerz! Mehr hilft da nicht. Und ja, ich befürchte, es benötigt leider sowas, was Sie nennen, bevor man aufwacht (auch als Wähler). Die denken immer noch, das ist weit, weit weg von hier. PUSTEKUCHEN!

Messerstecher und Totschläger gabs schon immer.. Nur kamen und kommen die meisten aus deiner rechtsextremistischen Ecke.

was zu beweisen wäre aber sein sie beruhigt unsere neuen fachkräfte sind auf der überholspur

Verblöden Sie hier nicht die Leser! Wo gab es SCHON IMMER binnen weniger Wochen drei Messerstechereien? Ihre relativierende Argumente können Sie gerne bei Ihren Gleichgesinnten zum Besten geben.

Treffen sich die Linksfaschisten jetzt schon quartalsweise?

Immer Sonntags auf der Wache, um die Beamten der Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen den Rückhalt zu demonstrierten, statt auf diese, wie die wahren Verräter der konstituierten Maxime loszugehen. Wo die Rechte nach Macht strebt zersetzt sie die Verfassungsgrundsätze der Exekutive. Also ja - die "Linksfaschisten" stehen hinter der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

wo bleibt ihr bunter nichtssagender kommentar hier

Auf die Frage von Klaus_mit_der_b... können sie nicht antworten? P.S. Die Polizei steht aber garantiert nicht hinter ihnen!

Die Feststellung von Tatsachen ist keine Frage. Der Polizei zu unterstellen sie mache nichts ist ebenso keine Frage, sondern eine Frechheit.

...das es genügend Polizisten gibt, die gerne etwas unternehmen würden, jedoch die Mittel und der Rückhalt der Führung und Politik fehlen. Sie sind am dichtesten an der Kriminalität dran, wenn sie sich aber äußern, sofort in "die rechte Ecke" gestellt werden, s.die letzten Pressemeldungen. Von mir hat die Polizei die Unterstützung. PS: vergessen sie bitte nicht, die von Linksextremen organisierten Konzerte, auf denen gegen die Polizei aufgerufen wird. Texte und Videos finden Sie sicher alleine.

Grundsätzlich boykottieren alle radikalen Kräfte die Autorität der Staatsgewalt. Ob links, rechts, groß, klein, dick und doof. Das ist ein dem radikalen Charakter innewohnender Mechanismus, da die Polizei bzw. Exekutive eben auch zur bestehenden Ordnung gehört, die der Definition nach abgeschafft werden soll. So wie man einerseity zur Gewalt aufruft, wird von anderer Seite auf Beamte des SEK geschossen. Kurioserweise bestehen dennoch Sympathien, gerade zur Reichsbürgerbewegung. Aber das ist ein anderes, paradoxeres Thema. Zurück zu Ihrer Aussage, so scheitert es nicht an den Befugnissen der Polizei, z. B. Verdachtsunabhängige Personenkontrollen durchzuführen oder unmittelbaren Zwang zur Vollstreckung durchzusetzen, sondern an einem einfachen, aus dem Militär bekannten Problem: die Größe der theoretisch zu sichernden Fläche ist durch die Anzahl der praktischen Aufstellungsräume begrenzt. Die Polizei kann nicht überall zur gleichen Zeit sein - das kann nur Batman und Abschreckung. Perfekte Sicherheit selbst ist eine Illusion, das gab's weder früher, noch davor oder beim Kaiser. Also ist die Politik gefragt, die aber nichts essentiell geniales anzubieten hatte, um die Personen zu integrieren, sondern darauf hoffte, dass die Staatsgewalt das Problem - zumindest statistisch - wegbügelt. Hätte funktionieren können (über Dekaden gedacht) aber das Echo fliegt ihnen wahltechnisch gerade um die Ohren. Also wirds jetzt teuer. Den Trend hätte jeder Soziologe, kostenlos schon 2015 zusammentragen können aber die Experten (Honorarberater) von uA Bertelsmann waren anderer Meinung - jetzt zahlt man halt doppelt. Am Ende heißts: kein Grund zur Panik. Man hat die RAF kleinbekommen, den NSU infiltriert und auch diesen Personenkreisen wird über kurz oder lang der Prozess gemacht. Tag für Tag, Täter für Täter.

Die meinte ich nicht!

Hat die deutsche Realität Neubrandenburg erreicht? Im Fachjargon nennt man dieser stetigen Messer-Attacken übrigens Jihad. Es gab Warnungen, natürlich von Nazis → https://www.nordkurier.de/mueritz/staatsschutz-ermittelt-wegen-nazi-flugblatt-in-waren-0633645411.html