DEMOGRAFISCHER WANDEL

Naturerlebnispark in Mühlenhagen sucht neuen Betreiber

Wie geht es weiter im Naturerlebnispark in Mühlenhagen? Der demografische Wandel macht auch vor den Beschäftigten dort nicht halt. Im Moment laufen Gespräche mit zwei jungen Leuten.
Es ist ein wenig Ruhe eingezogen im Naturerlebnispark in Mühlenhagen. Veränderungen wird es im nächsten Jahr hier sicher geben. Mit den Gesprächen dazu wurde begonnen.
Es ist ein wenig Ruhe eingezogen im Naturerlebnispark in Mühlenhagen. Veränderungen wird es im nächsten Jahr hier sicher geben. Mit den Gesprächen dazu wurde begonnen. Bärbel Gudat
Mühlenhagen.

„Wir wollen einen guten Übergang hinbekommen. Daran arbeiten wir.“ Die Burower Bürgermeisterin Heidelinde Kurzhals leitet den Naturerlebnispark in Mühlenhagen. Und in dieser Doppelfunktion liegt ihr die Einrichtung besonders am Herzen.

Es sei ein Safaripark geplant, wird im Dorf erzählt. Damit verbunden fürchten einige, dass es dann mit der Ruhe vorbei sein könnte. Man würde der Besuchermassen nicht mehr Herr werden, glauben sie. Diese Gerüchte kennt Heidelinde Kurzhals. Noch sei jedoch gar nichts entschieden, beruhigt sie und ein Safaripark werde es nicht. Es stimme, dass man sich nach einem neuen Betreiber umschaue.

„Der demografische Wandel macht auch vor unserem Park nicht Halt. Nach und nach gehen mehrere Kollegen in Rente“, begründete sie das Engagement. Der etwa 40 Hektar große Park soll weiter betrieben werden. Deshalb habe man Zoos, tiergärtnerische Einrichtungen und auch Wildparks angeschrieben, auf der Suche nach neuen Betreibern. „Wir haben Rückmeldungen erhalten. Es gab mehrere Nachfragen“, sagt sie.

Bürgermeisterin will Arbeitsplätze halten

Derzeit sei man mit zwei jungen Leuten aus dem Westen Deutschlands im Gespräch, keine Brüder, wie im Dorf spekuliert wurde. Die Männer haben schon Erfahrungen mit dem Betreiben von solch einer Einrichtung. Ziel der Gespräche sei ein „zukunftsträchtiges Modell für Mühlenhagen“.

Der Park befindet sich auf Gemeindeland und wird vom Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal betrieben. Heidelinde Kurzhals weiß dessen Vorstand bei den Gesprächen federführend an ihrer Seite. Das stärke Barbara Millow und ihr sowie den anderen 14 Mitarbeitern den Rücken. Gerade für sie fühle sie sich verantwortlich. „Wir sind ein gutes Kollektiv, eingespielt und jeder fasst mit an.“ Deshalb sei es wichtig, die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und vielleicht können die derzeit auf Zuverdienst oder Bundesfreiwilligendienst beruhenden Vereinbarungen in feste Arbeitsplätze umgewandelt werden.

Entscheidung mit Interessierten fällt 2019

Zurzeit sind in Mühlenhagen heimische Tierarten zu erleben. Aber sie wisse aus Erfahrung, dass es den Besuchern heute nicht mehr reiche, nur „am Zaun langzulaufen und Tiere anzuschauen“. In Mühlenhagen entstand in den vergangenen Jahren deshalb ein großer neuer Erlebnisspielplatz mit einem Adlerhorst und einem Fuchsbau. Er wird von den Kindern sehr gut angenommen. Schulklassen und Elterngruppen nutzen dort auch die Chance, um zu picknicken.

Die Gespräche mit den interessierten jungen Männern haben gerade begonnen. Eine Entscheidung werde sicher erst im kommenden Jahr fallen. Das sicher nicht im Januar oder Mai, sondern zum Ende des kommenden Jahres, sagte Heidelinde Kurzhals.

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