SCHÄDEL-FUND

Suche nach weiteren Leichenteilen am Camminer See erfolglos

Mit etlichen Einsatzkräften hat die Polizei die Umgebung von Cammin abgesucht. Während die Untersuchung des Schädels noch andauert, wird die Verbindung zu einem alten Fall bezweifelt.
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Bei schlechten Witterungsbedingungen suchten die Einsatzkräfte die Umgebung rund um den Camminer See ab.
Bei schlechten Witterungsbedingungen suchten die Einsatzkräfte die Umgebung rund um den Camminer See ab. Paulina Jasmer
Cammin.

Nach dem Fund eines Totenschädels haben am Mittwoch 30 Polizeibeamte der Bereitschaftspolizei aus Schwerin, zwei Leichenspürhunde aus Güstrow und ein Beamter der Kriminalpolizei aus Neubrandenburg das Gebiet um den Camminer See nach möglichen weiteren Skelettteilen abgesucht.

Nach Angaben der Polizei gestalteten sich die Suchmaßnahmen bei Regen, teils Schneeregen, starkem Wind und aufgeweichtem Boden schwierig. Die Maßnahmen wurden nach gut vier Stunden um 13.15 Uhr ergebnislos eingestellt. Es wurden keine weiteren Skelettteile gefunden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ergeben sich für die Polizei keine konkreten Ansätze für einen erneuten Sucheinsatz.

Wehrführer sieht keine Verbindung zu Neubrandenburger Fall

Derweil dauert die rechtsmedizinische Untersuchung des gefundenen Schädels an einem Greifswalder Institut noch an. Ob es sich bei dem Schädel um die sterblichen Überreste eines seit Sommer 2016 vermissten Mannes aus der Region Blankensee handelt, ist laut Polizei noch klar.

Frank Dielenberg, Wehrführer von Burg Stargard und am Sonntag auch Einsatzleiter bei der Bergung des Schädels, stellt zumindest in Zweifel, dass es sich um den vermissten Frauenkopf aus Neubrandenburg handeln könnte. 2012 waren Leichenteile einer Frau nach und nach im Tollensesee gefunden worden – von dem Kopf fehlt bis heute jede Spur.

Wie Dielenberg dem Nordkurier sagte, könnte der Kopf nicht übers Wasser bis nach Cammin gelangt sein. Zwar habe der Camminer See durchaus Zuläufe, aber Dielenberg bezweifelt, dass der Schädel aus dem See aufgetaucht und dann im Schilfgürtel gelandet sein könnte. Dabei bleibt allerdings die Frage, wie und vor allem auch durch wen der Schädel dann an den See gekommen ist.

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