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Neubrandenburger Kleingarten

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Polizei nimmt nach Messerangriff Tatverdächtigen fest

Die Kleingartenanlage "Akelei Tollenseniederung": Hier stach der Mann am 4. August mehrfach zu.
Die Kleingartenanlage „Akelei Tollenseniederung”: Hier stach der Mann am 4. August mehrfach zu.
Thomas Beigang

Die Polizei hat nach einem entscheidenden Hinweis einen mutmaßlichen Messerstecher in Neubrandenburg festgenommen, der seit einer Woche gesucht wurde.

Nach einem Messerangriff in einer Neubrandenburger Kleingartenanlage hat die Polizei am Sonntagabend einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 39-Jährige gilt als dringend tatverdächtig, am 4. August auf einen 63 Jahre alten Mann mehrfach mit einem Messer eingestochen zu haben.

Hinweise der Bürger hätten schließlich zur Festnahme des Gesuchten geführt, erklärte die Polizei am Sonntagabend. Der Mann wurde demnach in der Ihlenfelder Vorstadt festgenommen.

Der 39-Jährige hatte den 63-Jährigen am 4. August in der Kleingartenanlage „Akelei Tollenseniederung” nach einem Streit mit dem Messer an Kopf und Bauch verletzt. Die Schnitt- und Stichwunden waren nicht lebensgefährlich. Zwei Zeuginnen leisteten Erste Hilfe. Der mutmaßliche Täter war geflüchtet. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.

Bereits die zweite Bluttat in einem Kleingarten 2018

Nach Angaben mehrerer Vereinsmitglieder handelt es sich bei dem Angreifer um den Sohn der Gartennachbarin des Opfers. Worum der Streit zwischen beiden Männern ging, weiß aber kein anderer Kleingärtner so genau. Unklar ist auch, ob schon längere Zeit Konflikte zwischen den Gartennachbarn bestehen.

Der Messerangriff ist bereits die zweite traurige Bluttat in Neubrandenburger Kleingärten in diesem Jahr. Anfang Januar hatte ein 51 Jahre alter Mann aus Neubrandenburg im Verein „Lindetal” seinen 36 Jahre alten Gartennachbarn erwürgt. Die beiden Spätaussiedler waren in Streit geraten. Das Gericht hatte für den Täter Mitte Mai in einem Sicherungsverfahren die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.