POLIZEI

"Taubstumme" aus Rumänien wollen nicht hören

Zwei Männer mit einer vermeintlichen Behinderung wollten in Friedland Bürger übers Ohr hauen. Eine resolute Frau trieb sie in die Flucht. Die Polizei kannte die Rumänen bereits aus Neubrandenburg.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Die Polizei stellte falsche Taubstumme in Friedland.
Die Polizei stellte falsche Taubstumme in Friedland. Nordkurier
Friedland.

Eine misstrauische 59-jährige Friedländern hat am Donnerstag die Polizei informiert, dass sich im Stadtcenter Friedland zwei Männer südländischen Typs aufhalten, die vorgeben, taubstumm zu sein und mit Spendenzettel Bargeld erbeten.

Die Frau berichtete weiter, dass ihr die Personen merkwürdig vorkamen. Da sie zudem selbst eine Behinderung hat, schrie sie die beiden Männer an, woraufhin diese die Flucht ergriffen und in einem grauen Pkw-Kombi in Richtung Anklam davongefahren sind.

Tatverdächtige von Neubrandenburger Fall bekannt

Die sofort informierten Beamten des Polizeireviers Friedland stoppten das Fahrzeug daraufhin. In dem Wagen befanden sich vier Personen, zwei Männer und zwei Frauen mit rumänischer Staatsbürgerschaft im Alter von 19, 20, 23 und 25 Jahren. Bei der Personenüberprüfung kam heraus, dass alle vier wegen gewerbsmäßigen Betruges vorbestraft sind und die 23 und 25 Jahre alten Personen zur Aufenthaltsermittlung wegen Betruges ausgeschrieben waren.

Die Tatverdächtigen versuchten bereits in der vergangenen Woche an einem Supermarkt in Neubrandenburg, durch das Vortäuschen ihrer Gehörlosigkeit von gutgläubigen Bürgern Spenden für den Gehörlosenverband zu sammeln.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten vier Spendenlisten sowie mehr als 300 Euro Bargeld und stellten es sicher. Die Polizisten haben die vier Tatverdächtigen dann zum Polizeirevier Friedland gebracht. Dort wurden die Beschuldigten vernommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden die vier Tatverdächtigen aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

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Kommentare (1)

Warum wurden denn Zwei von den Vieren "zur Aufenthaltsermittlung wegen Betruges ausgeschrieben"? Nur aus Neugier? Betteln die jetzt unter polizeilicher Beobachtung oder mit Fußfessel oder hat das Kleeblatt dem Staatsanwalt versprochen sich täglich telefonisch zu melden?