Segen für Jahresbilanz verweigert

Technologiezentrum tief im Minus

Die Stadt muss rund 90 000 Euro für die Einrichtung nachschießen. Nun will man die Zahlen genauer prüfen.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Die Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew im Neubrandenburger ZLT: Hier wurden spezielle Rezepte für die chronisch Kranken gekocht. 
Die Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew im Neubrandenburger ZLT: Hier wurden spezielle Rezepte für die chronisch Kranken gekocht.  Andreas Segeth
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Neubrandenburg.

Das Zentrum für Lebensmitteltechnologie (ZLT), das zu 75 Prozent der Stadt Neubrandenburg gehört, hat keinen ausgeglichenen Jahresabschluss für 2013. Die Stadt muss 83 000 Euro nachschießen,  zudem soll sie auf Forderungen in Höhe von 7777,77 Euro verzichten. Diese Summen genehmigte die Stadtvertretung jetzt auch, allerdings verweigerte sie die Genehmigung des Jahresabschlusses für 2013. Da gebe es noch erheblichen Klärungsbedarf, sagte Stadtvertreter Dieter Kowalick (Linke) bei der jüngsten Stadtvertretersitzung.

Auch Abgeordnete anderer Parteien kritisierten das Minus. Die finanzielle Lage sei sehr angespannt, „aber wir sind nicht überschuldet“, sagte ZLT-Chef Holger Gniffke. Derzeit arbeite man an Anträgen für zwei Forschungsprojekte im Wert von jeweils rund 200 000 Euro.

Zu 25 Prozent gehört das ZLT auch der Neubrandenburger Hochschule, allerdings dürfe diese sich laut Landesrichtlinien nicht finanziell am Verlustausgleich beteiligen, erklärte Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU). Der Senat der Hochschule stimmte aber einem Kooperationsvertrag zu, nach dem sie sich künftig mit mehr Personal und Know-How beim ZLT engagiere. Roman Oppermann (SPD) warb darum, dem ZLT eine Chance zu geben. Auch er sei skeptisch, aber man müsse nicht früher als nötig eingreifen.

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