ABGESACKT

▶️ Tempolimit auf A20 bei Neubrandenburg bleibt (Video)

Seit Monaten gilt auf der A20 bei Neubrandenburg Tempo 130. Der Grund: eine Absenkung in der Fahrbahn. Wann wird das Problem repariert?
Johanna Horak Johanna Horak
Natalie Meinert Natalie Meinert
Zwischen der Ausfahrt Neubrandenburg-Ost und Friedland gilt seit Monaten Tempo 130. Der Grund dafür: eine Absenkung der F
Zwischen der Ausfahrt Neubrandenburg-Ost und Friedland gilt seit Monaten Tempo 130. Der Grund dafür: eine Absenkung der Fahrbahn. Natalie Meinert
Neubrandenburg.

Die Empörung war groß, als das Verkehrsministerium in Schwerin im Mai einräumen musste, dass es nach dem mittlerweile weltweit bekannten A 20-Loch bei Tribsees weitere deutlich spürbare Dellen auf der Autobahn gebe. Eine davon ist auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Neubrandenburg-Ost und Friedland. Diese Strecke hat seitdem ein Tempolimit 130. Besteht noch die Gefahr, dass die Straße weiter absinkt?

 

 

„Alles im grünen Bereich” auf dem Straßenabschnitt

Ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes gibt Entwarnung. „Wir haben Bohrungen durchgeführt, um zu gucken, ob dort wie in Tribsees dicke Torfschichten sind.” Es sei aber alles im grünen Bereich. „Die Fahrbahn ist an der Stelle nur einen Zentimeter abgesackt.” Das sei laut dem Straßenbauamt Güstrow relativ normal und nicht weiter dramatisch. All das hatte auch Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) bereits vor Monaten behauptet.

Ulrike Sennewald vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern begründet die Absenkung: „Die A 20 bei Neubrandenburg liegt auf Torfschichten mit einer Stärke von maximal einem Meter.” Die extreme Trockenheit im vergangenen Jahr habe zu einer Austrocknung der Torfschichten geführt.

Nächste Messung erst Anfang 2020 – keine Sanierung geplant

„Die Eigenlast der Autobahn mitsamt den darauf liegenden Verkehren führte dann zu den leichten Setzungen im Zentimeterbereich”, sagt Ulrike Sennewald. Zum Vergleich: Die Torfschichten unter der A 20 bei Tribsees sind 15 Meter breit.

Eine Sanierung des betroffenen Abschnitts sei laut Sennewald nicht notwendig. „Bei Neubrandenburg traten bislang Setzungen von bis zu fünf Zentimetern auf. Sollten die Setzungen ein Maß von circa zehn bis zwölf Zentimetern überschreiten, kann das mit dem Aufbringen von Ausgleichsmaßnahmen einfach korrigiert werden”, so Ulrike Sennewald.

Die nächste Messung erfolge voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres. Das Tempolimit 130 bleibe aus Gründen der Verkehrssicherheit weiterhin bestehen.

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