NACH RAZZIA

Terror-Ermittlungen gegen Neubrandenburger Soldat dauern an

Die Ermittler sichten weiter die Beweismittel im Fall des Soldaten, der unter Terrorverdacht steht. Zu seinen Motiven gibt es zumindest eine Vermutung.
Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes durchsuchten mehrere Objekte in Sponholz bei Neubrandenburg, weil ein dort w
Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes durchsuchten mehrere Objekte in Sponholz bei Neubrandenburg, weil ein dort wohnender Soldat im Verdacht steht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Felix Gadewolz
Sponholz.

Eine Woche nach einer Razzia bei Neubrandenburg wegen der möglichen Planung von Anschlägen dauern die Ermittlungen an. „Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel ist noch nicht abgeschlossen“, sagte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Rostock, Harald Nowack, am Montag.

Gegen den 40-jährigen Deutschen wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Nach Recherchen des ARD-Politmagazins Kontraste soll er führende Mitarbeiter des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) mit dem Tode bedroht haben, offenbar aus Verärgerung darüber, dass ihm von dem Geheimdienst ein Auslandseinsatz versagt wurde, weil man ihn als „nicht verfassungstreu“ einstufte.

Der Soldat, der in der Neubrandenburger Tollense-Kaserne bei der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ stationiert ist, wurde vom Dienst freigestellt. Er äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen, auch nicht auf Anfrage des Nordkurier. Der 40-jährige soll laut Kontraste auch Kontakt zu einer dubiosen Sicherheitsfirma haben, die unter Verdacht steht, von Rechtsradikalen beeinflusst zu sein.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Sponholz

Kommende Events in Sponholz (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (7)

Und ich dachte immer, dass Sie auch mal ein paar Fakten bringen und nicht nur Vermutungen. Nach Ihrem 20 Beitrag zum selben Thema währe es nicht schlecht gewesen wenn Sie mal etwas über die Person die beschuldigt wird berichtet hätte. Immerhin hat der Mann 20 Jahre seines Lebens für dieses Land eingesetzt. Auch nach Ihrem neuen Beitrag weis man darüber nichts. Eins weis man aber, sowas hätte es früher, selbst in der DDR nicht gegeben. Da haben die Kameraden zusammengehalten und wenn dann jemand gegen Gesetze verstoßen hat, dann wurde er verurteilt. Dieser Fall zeigt, dass von den deutschen Werten nichts mehr übriggeblieben ist und man vor dieser Regierung nur noch Abneigung empfinden kann. Wer so mit seinen Soldaten umgeht ist eine Schande für das deutsche Volk.

Wissen sie denn tatsächlich was man "früher" mit Soldaten gemacht hat, von denen man nur den Verdacht hatte, sie planten Morde an Militärs oder Politikern?

Früher ist man für sowas entweder direkt an die Wand gestellt worden oder im minder schweren Fall ins Loch nach Anklam (ggf. Bewährungskompanie) bzw. in der DDR nach Schwedt gebracht worden. Gerade, wenn man sich Feinde bei der Aufklärung gemacht hat, die ohnehin die eigene Integrität anzweifelten.

Ein Verstoß gemäß Wehrstrafgesetz (WStG) § 23, § 24 in Zusammenhang mit § 29 ist äußerst zweifelhaft. Deshalb wohl auch die Ausweitung auf den angeblichen Terrorismusverdacht, welcher nicht definiert wohl aber politisch motiviert sein könnte.

Und inwiefern ist der 23er in Verbindung mit dem 24er und ggf. 29er zweifelhaft? Die Bedrohung und Nötigung von Vorgesetzten im höheren Dienstgrad ist Gegenstand der Ermittlungen.

Dass die Abteilung Terrorismus und Extremismus vom MAD involviert ist wird formal im Zusammenhang mit der Einschätzung mangelnder Verfassungstreue und der dazugehörigen Sicherheitsprüfung stehen.

Mangelnde Verfassungstreue in einem verfassungsrechtlichen Organ ist dejure eine extremistische/terroristische Gefahrenquelle. Insbesondere und dringend dann, wenn eine Bedrohung aus eben diesem Anfangsverdacht gegen Ausführende dieses verfassungsrechtliches Organes entspringt.

Haben Sie für diese Aussagen auch nur den Ansatz von beweisen? Der Oberstaatsanwalt hat im Fernsehen genau das ausgeschlossen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer 20 Jahre als Soldat gedient hat, dazu im Ausland, dem kann man ohne wenn und aber Verfassungstreue unterstellen. Man muss sich eher fragen, ob nicht der MAD den Boden der Verfassung verlassen hat und man dort ermitteln muss. In jedem Fall schaden Sie der Armee massiv und können so nie im Auftrag des deutschen Volkes tätig sein.

Dran! Drauf! Drüber!

bitte schreibt erst wieder einen Artikel zu dem Thema, wenn es was Neues, Berichtenswertes dazu zu sagen gibt!