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Terror-Ermittlungen gegen Neubrandenburger Soldaten dauern an

Mit einem Großaufgebot war die Polizei angerückt, weil ein Soldat führende Mitarbeiter des Bundeswehr-Geheimdienstes MAD bedroht haben soll. Die Ermittlungen ziehen sich in die Länge.
Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes durchsuchten am 14. September 2020 das Anwesen des Mannes in Sponholz bei Ne
Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes durchsuchten am 14. September 2020 das Anwesen des Mannes in Sponholz bei Neubrandenburg. Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

Rund vier Monate nach einer groß angelegten Durchsuchung in Sponholz bei Neubrandenburg wegen Terrorverdachts gegen einen Bundeswehrsoldaten sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Auswertungen der sichergestellten Daten dauere an, teilte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Rostock, Harald Nowack, dem Nordkurier mit.

Todes-Drohungen gegen MAD-Mitarbeiter

Rund 70 Beamte, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, hatten Mitte September vergangenen Jahres ein Anwesen des Mannes durchsucht. Dabei wurde Beweismaterial sichergestellt, das gesichtet werden soll. Ausgangspunkt für die Aktion waren umfangreiche Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in enger Kooperation mit dem Verfassungsschutz und Strafverfolgungsbehörden.

Gegen den 40-jährigen Deutschen wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Nach Recherchen des ARD-Politmagazins Kontraste soll er führende Mitarbeiter des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) mit dem Tode gedroht haben, offenbar aus Verärgerung darüber, dass ihm von dem Geheimdienst ein Auslandseinsatz versagt wurde, weil man ihn als „nicht verfassungstreu“ einstufte.

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