VERDACHT

Terror-Ermittlungen gegen Neubrandenburger Soldaten laufen noch

Die Ermittlungen wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen einen Soldaten sind noch nicht abgeschlossen. Vor rund zwei Monaten kam es zu einer großen Razzia.
Rund 70 Beamte hatten Mitte September das Anwesen des Mannes in Sponholz bei Neubrandenburg durchsucht.
Rund 70 Beamte hatten Mitte September das Anwesen des Mannes in Sponholz bei Neubrandenburg durchsucht. Felix Gadewolz
Rostock.

Gut zwei Monate nach einer Razzia mit mehr als 70 Beamten in Sponholz bei Neubrandenburg wegen Terrorverdachts dauern die Ermittlungen gegen einen Bundeswehrsoldaten an. Die Auswertungen seien noch nicht abgeschlossen und liefen weiter, sagte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Rostock, Harald Nowack, am Mittwoch dem Nordkurier.

Vom Dienst freigestellt

Rund 70 Beamte, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, hatten Mitte September ein Anwesen des Mannes in Sponholz bei Neubrandenburg durchsucht. Dabei wurde Beweismaterial sichergestellt, das gesichtet werden soll. Ausgangspunkt für die Aktion waren umfangreiche Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in enger Kooperation mit dem Verfassungsschutz und Strafverfolgungsbehörden.

Gegen den 40-jährigen Deutschen wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Nach Recherchen des ARD-Politmagazins Kontraste soll er führende Mitarbeiter des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) mit dem Tode gedroht haben, offenbar aus Verärgerung darüber, dass ihm von dem Geheimdienst ein Auslandseinsatz versagt wurde, weil man ihn als „nicht verfassungstreu“ einstufte.

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Der Soldat, der in der Neubrandenburger Tollense-Kaserne bei der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ stationiert ist, wurde vom Dienst freigestellt. Der 40-jährige soll laut Kontraste auch Kontakt zu einer dubiosen Sicherheitsfirma haben, die unter Verdacht steht, von Rechtsradikalen beeinflusst zu sein.

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