CORONA-PANDEMIE

Testzentren fordern Unterstützung vom Land

Die Sorge der Betreiber ist groß, dass sich die Testzentren bei einer Kostenpflicht nicht mehr rechnen. Der Landkreis und Land verhandeln deshalb gerade über Zuschüsse.
Mit einer Förderung soll ein Zusammenbrechen der Testzentren-Infrastruktur verhindert werden.
Mit einer Förderung soll ein Zusammenbrechen der Testzentren-Infrastruktur verhindert werden. Peter Kneffel
Die Betreiber erwarten einen massiven Rückgang der Testzahlen, wenn diese ab Montag kostenpflichtig werden.
Die Betreiber erwarten einen massiven Rückgang der Testzahlen, wenn diese ab Montag kostenpflichtig werden. Julian Stratenschulte
Seenplatte ·

Für die Testzentren des Landes könnte es demnächst zumindest finanzielle Unterstützung geben. Da ein Großteil der Bevölkerung ab Montag für die bislang kostenlosen Corona-Schnelltests zahlen muss, erwarten viele Betreiber einen starken Rückgang der Testzahlen.

In Neubrandenburg werden teilweise bis zu 15 Euro veranschlagt. Die Vermutung liegt für viele nahe, dass das nicht jeder bezahlen möchte. „Es ist davon auszugehen, dass die Preise eher steigen werden, da die Inanspruchnahme massiv sinken wird“, teilte etwa der Wilma-Pflegedienst mit, der in Neubrandenburg gleich drei Testzentren verantwortet. Ein wirtschaftlicher Testbetrieb sei dann nur, wenn überhaupt, mit erhöhten Preisen möglich.

Knapp 350 000 Schnelltests seit März

Droht die Struktur der Testzentren in der Mecklenburgischen Seenplatte – wo seit März nach Kreisangaben knapp 350 000 Antigen-Schnelltests bereits durchgeführt wurden – also zusammenzubrechen, sobald die Nachfrage sinkt? Die öffentlichen Stellen versuchen sich derzeit dagegen zu stemmen. So verhandelt der Landkreis derzeit mit dem Land über eine Art „Fixkostenzuschuss“, wie von beiden Seiten dem Nordkurier auf Anfrage bestätigt wurde.

„Sollte kein wirtschaftlicher Betrieb einer Teststation in einer Region möglich sein, so wird beabsichtigt, dass hierfür finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden“, teilt die Kreisverwaltung mit. Laut Gesundheitsministerium handelt es sich dabei vor allem um ein Förderprogramm für den ländlichen Raum.

Eine Teststelle pro Grundzentrum erhalten?

Mit diesem Förderprogramm soll in den Grundzentren wie Burg Stargard, Friedland und Altentreptow jeweils eine Teststelle erhalten bleiben, sofern auch die letzte Station zu schließen droht. Der Landkreis müsse dabei den Bedarf prüfen. Die Verhandlungen scheinen dabei kurz vor dem Abschluss zu stehen. „Derzeit findet die Anpassung einzelner Details bezüglich der Förderung statt“, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Beim „Wilma-Pflegedienst“ weist das Unternehmen jedoch noch auf eine weitere Gefahr ab Montag hin. Immer mehr Menschen würden fortan die meist günstigeren Selbsttests nutzen. Samt „einer deutlich höheren Fehlerquote. Den Schaden zahlen am Ende wieder alle Bürger“, warnt der Testzentren-Betreiber. Die Regelungen für die Selbsttests hätten sich auch mit der neuen Landesverordnung nicht geändert, erläutert das Gesundheitsministerium. So können in der Seenplatte nach wie vor Selbsttests bei Dienstleistern „begleitet“ durchgeführt werden, um beispielsweise ungeimpft dennoch den Friseurbesuch wahrzunehmen.

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Seenplatte

zur Homepage

Kommentare (7)

Erst verdienen sich die Testzentren sich auf Kosten der Steuerzahler 'ne goldenen Nase und jetzt Jammern sie rum, dass ihre zusätzliche Einnahmequelle verloren geht.

Schließt ab, macht zu und steckt euch eure Sinnlos-Tests sonstwohin.

Hört auf zu heulen !

Das heißt, der Steuerzahler zahlt doppelt. Wenn er einen Test benötigt und auch noch die pauschale Subvention für die Testhaie.

Macht doch wieder Restaurants draus...das Mitleid hält sich in Grenzen, auch wenn sicherlich der eine oder andere durch die kruden Machenschaften unserer Regierungsdarsteller wirtschaftlich zu dem Schritt genötigt wurde...allerdings bleiben die Tests natürlich sowas von sinnlos (an der Stelle)

es gab wohl experimente wo den probanden vorher gesagt wird, das was nun gesagt würde, nicht stimme.
das erzählt der experimentleiter den leuten die lüge, immer wieder und obwohl sie vorher darüber informiert wurden, dass jetzt gleich eine lüge kommt, glaubten sie irgendwann der lüge und vergaßen ihre aufklärung...
Weltweites Verschwörungsverschwörerwissen besagtim übrigen, dass die Tests nicht für diagnostischen Einsatz / Zwecke zugelassen sind und trotzdem redet man in D bei positiven Tests so als ob es sich um "Kranke" handelt...naja ist ja nur ein Test
RKI übernehmen Sie,,,

...
Sollten die Testzenteen wegen unwirtschaftlichkeit schließen müssen, wäre das natürlich schade für diejenigen, die sich zwangsweise testen lassen müssen, weil sie sich nicht für den politisch gewollten Weg (Impfung) entschieden haben.
Aber was bitte wäre es für eine Konterkarierung der politischen Entscheidung, wenn jetzt Unterstützung aus Steuergeldern zugeschoben würden? Dann hätte man ja auch gleich alles beim alten belassen können. :-D
Nur weil Wilma sich dann diese lukrative Zusatzgeschäft nicht mehr leisten kann und aus den Gewinnen der letzten Monate nun vermutlich das laufende Geschäft bezuschussen müsste. Armer Pflegedienstleister!
Dass die Schnelltestkits in den Testzentren aber die gleichen sind, wie die "günstigeren" Selbsttest wird hier auch aussen vor gelassen. Im Bethaniencenter werden die identischen Testkits benutzt, nur eben aus Großpackungen. Das geschulte Personal besteht aus Leuten wir dir und mir, die einen 2stündigen Lehrgang hatten. Wahnsinn! Wie man ein Stäbchen in der Nase dreht oder im Hals-Rachenbereich abstreicht..das erfordert natürlich Fachkenntnisse. Das ich nicht lache. Die Fehlerquote wird durch diesen 2stündigen Lehrgang bestimmt nicht wesentlich minimiert.
Die Testzentren sollten schließen, jeder Ungeimpfte kann sich die Testkits freikäuflich erwerben und beim entsprechenden Dienstleister vor Ort durchführen.
Am besten wäre es aber immernoch, diese Testerei komplett zu lassen. Bei Symptomen soll man zum Arzt gehen, der kann dann notfalls testen. Wie bei jeder anderen Krankheit auch.

Testzentren beukottieren wäre auch eine Variante , wer braucht schon unbedingt z.B. einen Friseur ?

Was mich ein wenig irritiert hat : die Schweiz hat ab 11.10. auch keine kostenlosen Tests mehr . Die Vorschriften sind wohl somit weltweit ?

Nächste Woche geht die Testerei in den Schulen wieder los , M-V muss ja unbedingt gelb bleiben :-$

war ironisch gemeint , ich bin nur einfach fürchterlich genervt ! sorry

Spahn verwies auch darauf, dass es Tests in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen oder auf der Arbeit weiterhin kostenlos gebe. „Das ist wichtig, um gut durch Herbst und Winter zu kommen.” Er hob zudem hervor, dass jeder sich weiterhin kostenlos gegen Corona impfen lassen könne.
c&p nk 10.10.