Am Wasserwanderrastplatz an der Ziegelei kommt heute für den Breitbandausbau schweres Gerät zum Einsatz.
Am Wasserwanderrastplatz an der Ziegelei kommt heute für den Breitbandausbau schweres Gerät zum Einsatz. NK-Archiv
Breitbandausbau

Tiefbaufirma bohrt sich unter der Tollense durch

Am Dienstag starten vorbereitende Arbeiten für den Breitbandausbau in einem neuen Projektgebiet, das gleich elf Gemeinden im Treptower Amtsbereich umfasst.
Altentreptow

Am Wasserwanderrastplatz „Wiesenquelle“ in der Fritz-Peters-Straße rollen am Dienstag in Altentreptow die Bagger an. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird ein Tiefbauunternehmen an der Brücke über die Tollense eine sogenannte Suchschachtung unter dem Fluss durchführen. Hintergrund für die Arbeiten ist der anstehende Breitbandausbau der Telekom im „Projektgebiet 23_15, Siedenbollentin-Kletzin“.

Suchschachtung soll Klarheit bringen

In Anbetracht der zahlreichen Gewässer-, Bahn-, und Straßenkreuzungen müsse sich das Unternehmen vor den Strukturplanungen ein klares Bild verschaffen, hieß es von der Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. „Es geht um die Frage, ob vorhandene Rohrleitungen genutzt werden können, um die Glasfaser zum Kunden zu bringen, oder ob durch Bohrungen komplett neue Kreuzungen im Tiefbau geschaffen werden müssen“, erklärte der zuständige Ausbaukoordinator der Telekom, Torsten Matheus. Im Falle der Tollensequerung sei man sich nicht sicher, daher soll die Suchschachtung mittels eines Baggers, Bohranlage und Glasfaserverteiler Aufschluss über die örtlichen Gegebenheiten geben.

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„Ich freue mich, dass unsere Projektpartner so schnell mit der Feinplanung, gerade im Hinblick auf die kritische Infrastruktur, loslegen“, betonte der stellvertretende Landrat Thomas Müller. Je besser hier geplant werde, desto weniger Verzögerungen seien auf dem Weg zur Versorgung von Haushalten, Unternehmen und Schulen mit breitbandfähigem Internet zu erwarten, ist Müller überzeugt.

Erst Ende 2025 sollen Leitungen komplett verlegt sein

Videokonferenzen, Surfen, Streaming sowie Arbeiten und Lernen von Zuhause aus werden nach Angaben der Telekom durch Bandbreiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde künftig gleichzeitig im neuen Projektgebiet möglich sein – Geschwindigkeiten, von denen viele Internetnutzer in der Region derzeit nur träumen können.

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Neben sechs Gemeinden im Amt Demmin-Land sollen auch die Menschen im Treptower Tollensewinkel aus Bartow, Breest, Burow, Gnevkow, Golchen, Grapzow, Grischow, Gültz, Siedenbollentin, Werder und Wolde im Treptower Tollensewinkel von der Baumaßnahme profitieren. Allerdings geht das nicht so schnell, wie es sich mancher wünschen würde. Nach den Planungs- und Sondierungsarbeiten rechnet die Telekom mit einem Beginn der Ausbauarbeiten ab 2023, bis Ende 2025 sollen die Glasfaserleitungen dann erst komplett verlegt sein.

Der Konzern ist nach der neu-medianet GmbH und der Landwerke M-V Breitband GmbH der dritte Breitband-Vertragspartner des Landkreises für insgesamt 18 Projektgebiete mit einem Gesamtfördervolumen von 330 Millionen Euro.

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