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Tierheimweihnacht im Neubrandenburger Tierheim lässt Herzen schmelzen

Auch in Hundezwingern und Katzenstuben geht’s vorweihnachtlich zu. Doch als Weihnachtsgeschenke sind die vierbeinigen Bewohner nicht gedacht.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Tierheim-Mitarbeiter André Weidner (2. von rechts) musste nicht nur am Hundezwinger viele Besucherfragen beantworten.
Tierheim-Mitarbeiter André Weidner (2. von rechts) musste nicht nur am Hundezwinger viele Besucherfragen beantworten. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

„Oooh, Mama!“ Diesen sehnsuchtsvollen Ausruf kennt Susann Bandlow-Nonnenmacher gut; die schüchternen Kätzchen und lebhaften Hunde im Neubrandenburger Tierheim geben ihm neue Nahrung. Die Kinder wünschen sich ein Haustier; die Eltern bedenken, dass Berufs- und Schulalltag wenig Zeit lassen, sich um einen vierbeinigen Mitbewohner zu kümmern. „Deshalb wollen wir den Kindern zeigen, was das an Arbeit und Verantwortung bedeutet“, erzählt die Mutter während der Tierheimweihnacht in der Bergstraße.

Eben darauf kommt es auch den Tierpflegern an, wenn sie in der Adventszeit zu Besichtigungen einladen. Ein knappes Dutzend Hunde und an die 50 Katzen sind derzeit in den Zwingern und Stuben untergebracht, betreut von Mitarbeitern des Freizeitzentrums Hinterste Mühle.

Experten mahnen

Als Überraschung zu Weihnachten aber sind Tiere denkbar ungeeignet, mahnt Tierheimleiter Dirk Kröning. Interessenten, die zum Fest „schnell noch ’ne Katze besorgen“ möchten, sind hier falsch. Wer ein Tier zu sich nehmen möchte, sollte das eingehend bedenken. Nicht nur wegen der Kosten für Futter und Gesundheit – erst recht wenn Heimtiere Erkrankungen mitbringen oder eine Vorgeschichte, die zu nicht eben pflegeleichten Charakterzügen führt.

Viele Fragen haben die Mitarbeiter während der Tierheimweihnacht zu beantworten. Nach den Auswirkungen der Ortsumgehung, die dem Gelände seit einigen Wochen eine permanente Geräuschkulisse beschert. Nach den Bewegungsmöglichkeiten der Hunde, die dreimal täglich ins Freie kommen, nicht zuletzt dank ehrenamtlicher Gassi-Geher. Oder nach Unterstützung durch Sach-, Futter- oder Geldspenden, die an diesem Tag reichlich mitgebracht werden.

Und mancher Wunsch nach einem tierischen Mitbewohner geht vielleicht auf lange Sicht in Erfüllung. So wie der von Manfred Carls aus Pribbenow, der schnell mit einer zutraulichen Katze Freundschaft geschlossen hat. Seine ist im Sommer 19-jährig gestorben, zu einer neuen muss er seine Frau noch überreden. Ein „Vielleicht“ immerhin gibt es schon im Hause Bandlow-Nonnenmacher: Vielleicht kommt ein Haustier in Frage, wenn die Kinder größer sind …

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