Die beiden jungen Männer wurden zu Haftstrafen verurteilt.
Die beiden jungen Männer wurden zu Haftstrafen verurteilt. Felix Gadewolz
Revision

Tod wegen Ehrverletzung in Neubrandenburg – ein Täter geht gegen Urteil vor

Zwei Männer haben auf einen weiteren so schwer eingetreten, dass dieser an seinen Verletzungen starb. Sie wurden zu Haftstrafen verurteilt. Doch nur eine ist rechtskräftig.
dpa
Neubrandenburg

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Neubrandenburg ist das Hafturteil gegen den 20-jährigen Haupttäter rechtskräftig. Sein jüngerer Bekannter legte Revision gegen seine Verurteilung ein, wie ein Sprecher des Landgerichtes Neubrandenburg am Donnerstag sagte. Die Männer waren am Dienstag vor einer Woche vom Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen worden.

Ermittlungen gegen die Frau laufen noch

Der 20-jährige Iraner und sein 17-jähriger Bekannter aus Afghanistan hatten nach Auffassung des Gerichtes einen 30-Jährigen aus Afghanistan Anfang Februar brutal misshandelt, ihm vor allem gegen den Kopf getreten. Das Opfer starb elf Tage später in einer Klinik an schweren Hirnverletzungen. Das Duo wurde nach Zeugenhinweisen in Tatortnähe gefasst. Motiv für die Gewalttat war nach Angaben der Verurteilten eine „Ehrverletzung”. Der Getötete soll Tage vorher eine Freundin des 20-Jährigen als „Schlampe” oder „Hure” bezeichnet haben.

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Das habe der 20-Jährige rächen wollen. Gegen die Frau wird wegen Anstiftung in dem Zusammenhang noch ermittelt. Der Haupttäter hatte viereinhalb Jahre Haft erhalten, die er nun verbüßen muss, hieß es. Sein Bekannter hatte drei Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe erhalten. Dessen Verteidigerin hatte unter anderem wegen des jugendlichen Alters des Mandanten eine Bewährungsstrafe verlangt. Darüber muss jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden.

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