GERICHTSURTEIL

Tödlicher Unfall bei Neubrandenburg – Haftstrafe für Verursacher

Ein Wiederholungstäter war wieder ohne Fahrerlaubnis unterwegs; ein Motorradfahrer musste deshalb sterben. Die Richterin machte jetzt klar, warum es dafür keine Bewährung mehr geben kann.
Bei dem schweren Unfall auf der Landesstraße 35 nördlich von Neubrandenburg ist am im Juli 2019 ein Kradfahrer ums
Bei dem schweren Unfall auf der Landesstraße 35 nördlich von Neubrandenburg ist am im Juli 2019 ein Kradfahrer ums Leben gekommen. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Wegen fahrlässiger Tötung und Fahren ohne Fahrerlaubnis ist ein 37 Jahre alter Mann am Montag im Amtsgericht Neubrandenburg zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Bei dem Unfall auf der L 35 zwischen Neubrandenburg und Altentreptow ist am 20. Juli des vergangenen Jahres ein 52-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen.

Bereits 20 Vorstrafen

Der Unfallfahrer war bereits 20 Mal vorbestraft – darunter zahlreiche Einträge wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Angesichts dessen, begründete Richterin Tanja Krüske das Urteil, sei eine zur Bewährung ausgesetzte Strafe nicht mehr möglich.

Nach dem Unfall hatte eigentlich die Begleiterin des Angeklagten die Schuld auf sich genommen und erklärt, am Steuer des Mietwagens gesessen zu haben. Erst als die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft bei ihr ankam, entschloss sich der 37-Jährige, die Wahrheit auf den Tisch zu legen.

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Kommentare (2)

Ohne dich währen die Gefängnisse voll und wir hätten deutlich weniger Strafftaten. Von mir hätte der Mann lebenslänglich bekommen, denn das Opfer ist Tod und könnte noch leben. Dieses Urteil ist wieder eine Aufforderung für jeden Verbrecher munter weiter zu machen. Danke dafür!

20 Vorstrafen eine Verurteilung zu einer Haftstrafe erfolgt dann kann man sich ein Bild von unserer Justiz machen. Kuschelkurs ohne Ende . Aber wehe wenn dem Staat ein Euro wegen Steuerhinterziehung verloren geht. Aber hier war es ja nur" ein Menschenleben" das ausgelöscht wurde .das macht einen traurig und wütend zugleich. Angesicht dessen sei eine zur Bewährung ausgesetzte Strafe nicht mehr möglich. Das hört sich an als würde man die Verurteilung noch bedauern.