NATUR

Tote Störche in Altentreptow abgelegt

Zwei tote Störche sind an einer Hecke in Altentreptow abgelegt worden. Doch wer tut so etwas? Storchenmutter Bärbel Brod bekannte sich schuldig – aus gutem Grund.
Christina Weinreich Christina Weinreich
Die Kadaver dieser beiden Störche sind bewusst an dem Feldweg westlich der Stadt abgelegt worden und sollen als Tierfutter un
Die Kadaver dieser beiden Störche sind bewusst an dem Feldweg westlich der Stadt abgelegt worden und sollen als Tierfutter unter anderem für Greifvögel dienen. Christina Weinreich
Altentreptow.

Ein Ehepaar hat beim Spaziergang Richtung Altentreptower Stadtwald zwei tote Störche entdeckt. Ihrem Verwesungszustand nach seien sie wohl schon mehrere Tage tot, berichteten beide dem Nordkurier. „Ob sie während ihres Fluges vielleicht zu nahe an die Flügel der Windräder gekommen sind, dabei verletzt wurden und sich dann noch bis zur Hecke geschleppt haben?“ spekulierte das Ehepaar. Unweit der Hecke drehen sich zahlreiche Windräder.

Es meldete sich ein weiterer Nordkurier-Leser, der die beiden Störche ebenfalls gesehen hatte. „Dort liegen tote Störche in einer Hecke. Einem fehlt schon der Kopf, und der Fundort ist ziemlich merkwürdig. Und dann gleich zwei auf einmal?“, sagte er. Das sei nicht normal.

Jungstorch stirbt Hungertod

Storchenmutter Bärbel Brod konnte die Geschichte aufklären. Auf die Frage, ob sie bereits davon wüsste und was es mit den toten Störchen auf sich haben könnte, sagte sie gelassen: „Einem fehlt schon der Kopf? Dann ist der bereits abgefressen worden und die Kadaver damit entdeckt.“ Sie hat die beiden Störche dort abgelegt!

In Klatzow ist vor ein paar Tagen ein Jungstorch tot unter dem Nest von Bewohnern entdeckt worden. Ob er aus dem Nest gedrängt wurde, ob er krank war – das kann niemand mehr genau erklären. Jedenfalls ist er höchstwahrscheinlich einen Hungertod gestorben.

Füchse fressen tote Störche

Fast zur gleichen Zeit erreichte Bärbel Brod ein Anruf aus Wolde. Auch dort gab es einen toten Storch. Sie möge ihn sich bitte anschauen. Vor Ort sah sie, dass der Storch offenbar in ein Lüftungsaggregat geraten ist und sich dabei so schwer verletzt hat, dass er an den Folgen verstarb. Da war nichts mehr zu retten. „Da ist also kein Storch vom Windrad erfasst worden und beide trugen auch keine Chips“, sagte sie.

„Ich habe dann beide toten Störche so in der Hecke auf dem Feld abgelegt, dass Greifvögel und andere Tiere, wie beispielsweise Füchse, die sich von Kadavern ernähren, sie auch finden können. Jedes Lebewesen wird gefressen, die Natur holt sich alles wieder zurück, und diesen Kreislauf wollte ich nicht unterbrechen.“ Es sei gut, wenn man sich darauf wieder besinne.

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Kommentare (1)

Mutter Fuchs will ihre Jungen ja auch groß kriegen