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Trainer Polchow beendet selbst Friedland-Kapitel

Polchow will nicht mehr Trainer vom TSV Friedland sein.
Axel Polchow (rechts) hat sich vom TSV Friedland 1814 verabschiedet.
Eckard Berndt

Die Chemie zwischen dem Coach und den Verbandsliga-Fußballern vom TSV Friedland stimmte einfach nicht. Darum zog Axel Polchow seine Konsequenzen.

Fußball-Verbandsligist TSV Friedland hat sich nicht von Trainer Axel Polchow getrennt, sondern Axel Polchow vom TSV Friedland. "Die Initiative ging von Axel aus", stellte TSV-Abteilungsleiter Heinz Dahms in der derzeit heißesten Trainer-Diskussion in der Fußball-Region am Dienstag richtig. Von einer Entlassung durch den Verein könne keine Rede sein.

Polchow hatte nach dem 0:2-Derby beim 1. FC Neubrandenburg 04 am vorigen Samstag die Friedländer Vereinsverantwortlichen kontaktiert. "Ich teilte ihnen mit, dass ich als TSV-Trainer zum Ende der 1. Halbserie aufhöre. In den folgenden Tagen reifte mein Entschluss, den Strich sofort zu ziehen." Polchow bekräftigte, mit dem Derby-Resultat habe sein Schritt "absolut nichts" zu tun. "Das Vertrauensverhältnis zwischen der Mannschaft und mir war nicht intakt. Das ist der Grund."

Heinz Dahms, einst selbst Friedland-Coach, lobt Axel Polchow als "fachlich guten Trainer". Auch mit der bisherigen Ausbeute an Punkten könne man leben. Doch von Anbeginn habe es Kommunikationsprobleme zwischen Polchow und den Spielern gegeben.

Das Trainer-Amt soll, bis die Nachfolge geklärt ist, der bisherige "Co" Ulf Klinke übernehmen und eng mit dem Mannschaftsrat zusammenarbeiten.