TRAUER

Traurige Hundegeschichte in Schwerins Innenministerium

Bei einer Ausstellung, die die Neubrandenburgerin Ruth Schmöker in Schwerin zeigen darf, ist ihr ein sehr persönliches Motiv ganz besonders wichtig.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Für ihre Enkelin hat Ruth Schmöker deren geliebten Hund Angel gemalt und wird dieses Bild in ihre Ausstellung im Sch
Für ihre Enkelin hat Ruth Schmöker deren geliebten Hund Angel gemalt und wird dieses Bild in ihre Ausstellung im Schweriner Innenministerium aufnehmen. Susanne Schulz
Zusammen mit einem Kindheitsfoto ihrer Enkelin und einer liebevoll gestalteten Druckversion des ergreifenden Abschiedsbriefs a
Zusammen mit einem Kindheitsfoto ihrer Enkelin und einer liebevoll gestalteten Druckversion des ergreifenden Abschiedsbriefs an Angel wird Ruth Schmöker das Porträt des geliebten Hundes demnächst auch in ihre Ausstellung im Schweriner Innenministerium aufnehmen. Foto: Susanne Schulz Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Möglichst viele Facetten möchte Ruth Schmöker zeigen, wenn ab 23. September ihre Bilder im Innenministerium in Schwerin gezeigt werden. Aber eines davon ist der Neubrandenburger Hobbymalerin persönlich ganz besonders wichtig: Es zeigt einen kleinen Hund, dessen Blick wahrlich zu Herzen geht. Noch ergreifender ist seine Geschichte, die mit Ruth Schmökers Enkelin zu tun hat.

Saskia nämlich hatte sich von Kindheit an einen Hund gewünscht und war mit Tierheim-Hunden Gassi gegangen. Als ihr Lieblingshund eines Tages nicht mehr da war, wurde der Wunsch nach einem eigenen Tier noch größer. Im Internet, wo unter anderem Tierschützer um Unterstützung für Straßenhunde werben, entdeckte Saskia schließlich einen Terrier aus Spanien, der sofort ihr Herz eroberte.

Milztumor hat den Hund getötet

Mehr als 13 Jahre ist es her, dass sie ihren Angel erstmals in die Arme schließen konnte. Erst wenige Monate ist es her, dass sie ihn gehen lassen musste: Ein Milztumor bewirkte, dass sein kleiner Körper eine Narkose nicht verkraftete; mit kaum 15 Jahren musste er eingeschläfert werden. In einem bewegenden, auch auf ihrem Facebook-Account veröffentlichten Brief schilderte die junge Frau – die Tierpflegerin lernte, jetzt als Bürokauffrau in einer Tierpension arbeitet und auch drei weitere Hunde hält – ihre Gefühle nach dem Verlust ihres vierbeinigen besten Freundes.

„So viele andere Menschen haben ein Tier und machen sich nicht klar, welche Verantwortung sie da übernehmen“, sagt Ruth Schmöker. Sie hat das Herzensweh ihrer Enkelin zum Anlass genommen, der jungen Frau zum Geburtstag ein Porträt des Hundes zu schenken – kombiniert mit einem Foto von Saskia und einer schön gestalteten Druckversion des bewegenden Briefs.

Ausstellung im Schweriner Innenministerium

Gemalt und gezeichnet hat sie schon als Kind gern. Ihre Ausbildung als Dekorateurin reichte von der Schaufenster- bis hin zur Schriftgestaltung. Nach beruflichen Erfahrungen für Handel – 16 Schaufenster Turmstraße! – und Gastronomie machte sie sich noch selbstständig, legte einen Abschluss als Einrichtungsplanerin nach.

Kreatives blieb ihre Leidenschaft: Ruth Schmöker gehört zum Malzirkel des Vereins Kultiv, der regelmäßig Schaufenster im Lindetal-Center zu wechselnden Themen gestaltet. Und nun bekommt sie gar eine Ausstellung in Schwerin: Die Schau mit Malerei, Weberei und Fotografie wird am 23. September um 10.30 Uhr im Gebäude des Ministeriums für Inneres und Europa in der Alexandrinenstraße 1 eröffnet und soll bis zum 10. Januar dort zu sehen sein.

 

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