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Feiern kostet – daran besteht kein Zweifel. Doch für Altentreptow könnte das Stadtjubiläum im Idealfall nur ein Zehntel der Summe verschlingen, die eigentlich eingeplant war. Danilo Vitense
Fördermittel

Treptower Stadtfest wird fast komplett gefördert

100.000 Euro wurden im Haushalt für 2022 eingestellt, um die 777-Jahrfeier ausrichten zu können. Die Stadt könnte nur einen Bruchteil der Kosten mit eigenen Mitteln bezahlen.
Altentreptow

Noch lässt sich nur schwer abschätzen, wie viel Geld das Stadtjubiläum am Ende wirklich kosten wird. Denn die gestiegenen Preise machen auch vor der Kultur- und Veranstaltungsbranche nicht halt. „Wir achten aber bei der Organisation darauf, dass es bei dem finanziellen Rahmen, der mit dem Haushalt beschlossen wurde, bleibt“, versicherte die erste Stadträtin Silvana Knebler. Um von den veranschlagten 100.000 Euro möglichst wenig aus der Haushaltskasse beisteuern zu müssen, hatte sich die Stadt darum bemüht, an Fördermittel und weitere Zuschüsse zu kommen. So wurde erst in der vergangenen Woche eine freiwillige Zuwendung von 5000 Euro durch den Amtsausschuss bewilligt (der Nordkurier berichtete).

Offizieller Förderbescheid steht weiterhin aus

Jeweils 10.000 Euro soll es aus dem Vorpommern-Fonds und über das Sofortprogramm „Re-Start Lebendige Innenstädte M-V“ geben. Obwohl der offizielle Förderbescheid noch aussteht, sei die Verwaltung gerade dabei, die Stellenausschreibung für die Vollzeitstelle des City-Managers vorzubereiten. „Vonseiten des Wirtschaftsministerium wurde uns mündlich zugesichert, dass der vorzeitige Maßnahmenbeginn keine Auswirkungen auf das in Aussicht gestellte Geld haben wird. Das Landesförderinstitut hat auch bereits avisiert, die beantragte Summe aus dem Vorpommern-Fonds demnächst bereitzustellen. Sie warten nur noch auf die Mittel vom Bund“, betonte Knebler.

Solaranlagenfirma will 50.000 Euro bereitstellen

Top-Sponsor der 777-Jahrfeier bleibt aber die „Unigea Solar Project GmbH“: Als Gegenleistung für den geplanten Solarpark bei Klatzow hat sich das Berliner Unternehmen vertraglich dazu verpflichtet 50.000 Euro bereitzustellen, sobald die Anlagen in Betrieb genommen werden. „Das wird zwar wahrscheinlich erst nach dem Stadtfest passieren, aber das Geld ist ja im Haushalt vorhanden. Wir müssen also jetzt nicht weitere 50.000 Euro aus anderen Produktkonten ziehen, um die Aufwendungen decken zu können“, erklärte Knebler.

Darüber hinaus hätten die Altentreptower schon knapp 2200 Euro gespendet. Daher ist die Hoffnung der Verwaltung groß, dass in den nächsten Monaten noch einiges dazu kommt. Grob gerechnet bleibt demnach ein Eigenanteil für die Stadt übrig, der irgendwo zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegt.

+++Update+++ In einer vorherigen Version schrieben wir, dass der Erlös aus dem Verkauf der Startnummern für den Stadtlauf und der angebotenen Souvenirs komplett in die Veranstaltung fließen soll. Der Erlös wird jedoch für "einen guten Zweck" gespendet.

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