Fußball

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TSV Friedland startet in der Kreisoberliga

Heinz Dahms, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Friedland, hat sich mit seinen Mitstreitern für einen Neuanfang in der Kreisoberliga entschieden.
Heinz Dahms, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Friedland, hat sich mit seinen Mitstreitern für einen Neuanfang in der Kreisoberliga entschieden.
Roland Gutsch

Der Verbandsligist wäre gern abgestiegen, aber das bleibt dem Team verwehrt. Also fängt man freiwillig drei Spielklassen tiefer an.

Fußball-Verbandsligist TSV Friedland startet zur neuen Saison in der Kreisoberliga der Seenplatte. Abteilungsleiter Heinz Dahms erklärte gegenüber dem Nordkurier, dass die endgültige Entscheidung gefallen sei, nicht in der Verbandsliga zu bleiben. Ein vom Verein geplanter Start in der Landesliga bleibt den Friedländern verwehrt, weil sie als Tabellenvorletzter nach dem Rückzug des SV Gnoien sportlich die Klasse gehalten hätten und nicht „freiwillig” absteigen können.

„So etwas erfahren wir am letzten Spieltag der Saison”, zeigte sich Dahms noch einmal sauer über die jüngsten Ereignisse. Der TSV hatte in der zweiten Halbserie der zurückliegenden Saison entschieden, nur für die Spielklasse tiefer zu melden, weil man das „Wettrüsten” in der Liga nicht mehr mitmachen wollte. „Wir haben uns entschieden, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und nicht für viel Geld irgendwelche Spieler zu holen, um dann gegen den Abstieg zu kämpfen.” Nach fünf Jahren Verbandsligazugehörigkeit sei die Substanz aufgebraucht, so Dahms.

Ein Verein, der vernünftig wirtschafte und deshalb den sportlichen Abstieg als Chance zur Erneuerung ansehen wollte, werde nun bestraft, schüttelte Dahms den Kopf. Aber ein weiteres Jahr Verbandsliga mit absehbaren Niederlagen sei der Mannschaft nicht zu vermitteln. Der TSV plant nun, erst und zweite Mannschaft zu verschmelzen und den Platz der Reserve in der Kreisoberliga für das neue gemeinsame Team zu nutzen. „Wir haben 22 Mann im Kader und alle haben zugesagt, diesen Weg mitzugehen”, machte der TSV-Fußballchef deutlich. „Wir hoffen, dass wir uns nun sportlich wieder nach oben arbeiten können. Und wissen auch, dass einige Gegner gegen uns besonders motiviert sein werden”, blickte Dahms schon auf 2018/19 voraus.