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TSV von Realität eingeholt

„Spalier“ für den Ueckermünder Adam Celeban (Mitte) – Friedland-Kapitän Thomas Stiller (rechts) und David Kühn.  FOTO: E. Berndt

VonEckard BerndtFußball-Landesliga Ost:Für den TabellenführerTSV Friedland 1814kommt es im Spitzenspiel dicke – deutliche 0:4-Niederlage beimFSV Einheit ...

VonEckard Berndt

Fußball-Landesliga Ost:
Für den Tabellenführer
TSV Friedland 1814
kommt es im Spitzenspiel dicke – deutliche 0:4-Niederlage beim
FSV Einheit Ueckermünde.

Ueckermünde/Friedland.Eine bittere Pille musste der TSV Friedland 1814 in der Fußball-Landesliga Ost schlucken. In der Top-Begegnung des 20. Spieltags kassierte der Spitzenreiter beim FSV Einheit Ueckermünde eine klare 0:4 (0:1)-Niederlage.
Ueckermündes Trainer Thorsten Bergin: „Kompliment für meine Mannschaft. Sie hat mit Leidenschaft gekämpft und sich den Sieg verdient. Ein Erfolg des Willens.“ TSV-Coach Heinz Dahms nahm die erste Niederlage nach der Winterpause mit Fassung. „Ich wusste: Einmal wird der Tag kommen. Einen Punkt wollten wir dennoch mitnehmen. Man hat phasenweise gesehen, dass meine Mannschaft noch zu grün ist. Vor allem im Deckungsverhalten haben wir dem Gegner zu viele Freiräume gelassen“, bilanzierte Dahms sachlich.
Womöglich wäre der Spielverlauf ein anderer gewesen, wenn Friedland-Angreifer Philipp Reichelt nach acht Minuten zum 1:0 getroffen hätte. Wenig später gab es Gefahr vor dem TSV-Gehäuse – Freistoß für Einheit: Adam Celeban setzte ein Geschoss haarscharf neben den rechten Pfosten (15.).
Ab dieser Szene war zu merken, wer die Zähler bunkern würde. Den ersten Schritt machte Torjäger Karsten Eggert, der im Nachfassen das 1:0 besorgte (21.). Da hatte TSV-Keeper Tobias Frank, der beim ersten Schuss noch toll reagiert hatte, keine Abwehrchance. Auf Gäste-Seite verdiente nur ein Freistoßhammer von Reichelt (30.) das Prädikat „sehenswert“.
Der zweite Durchgang war eigentlich nur nach dem Geschmack der einheimischen Fans. Die Friedländer wollten zwar, konnten aber nicht. Im Mittelfeld fehlte ein Regisseur, in der Offensive gab es trotz immenser Laufbereitschaft auf schwer bespielbarem Rasen nur ein laues Lüftchen.
Aus anderem Holz war Platzherr Ueckermünde geschnitzt. Allen voran Abwehrchef Adam Liszczak. Über ihn und Mittelfeld-Lenker Martin Paulsen wurden die beiden ballsicheren Spitzen Adam Celeban – trotz Doppeldeckung von Matthias Hennig und Tino Becker immer ein Unruheherd für den Gast – und Eggert gefährlich in Szene gesetzt. Paulsen per Kopfball nach Freistoß von Kay Reinke sorgte für die 2:0-Vorentscheidung (61.). Der Ex-Friedländer Toni Achterberg (80.) und Celeban (84.) machten mit ihren Treffern den Deckel drauf.
„Wir haben ein Spiel verloren, davon geht die Welt nicht unter. Die nächste Aufgabe heißt Traktor Dargun“, sagte Dahms nach Abpfiff des souveränen Greifswalder Referees Ulf Kröger.
TSV Friedland 1814: Frank - Hennig, Krüger, Stiller, Becker (80. P. Schulz), Kühn (61. Hasenjäger), Nasky (61. Felix Pucknat), Kroll, Reichelt, Schmidt, Bielesch.