Sobald die Gründungsarbeiten für den Ersatzneubau der Eisenbahnbrücke abgeschlossen sind, soll eine alternative
Sobald die Gründungsarbeiten für den Ersatzneubau der Eisenbahnbrücke abgeschlossen sind, soll eine alternative Möglichkeit geschaffen werden, damit die Anwohner sicher an der Baustelle vorbeikommen. Eckhard Kruse
Baustelle Eisenbahnbrücke

▶ Übergang in Altentreptow bleibt dauerhaft gesperrt

In der kommenden Woche sollte die Rampe über den Bahndamm in der Barkower Straße endlich freigegeben werden. Doch daraus wird nichts. Der Übergang ist zu steil.
Altentreptow

Jetzt ist tatsächlich eingetreten, was viele Anwohner bereits seit Tagen befürchtet hatten: Der angelegte Übergang für Radfahrer und Fußgänger wird seine offizielle Freigabe nie erleben. Wie die ausführende Firma Echterhoff über einen Aushang mitteilte, müsse der Zugang auf Drängen der DB Netz AG und des Eisenbahn-Bundesamtes aus Sicherheitsgründen dauerhaft gesperrt bleiben. Denn die Rampe wäre zu steil und demnach nicht regelkonform gebaut worden. Die Herstellung einer flacheren Variante sei aus Platzgründen ebenfalls nicht möglich, steht darauf geschrieben.

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Bahn: In Sachen Rampe nicht alles optimal gelaufen

Ein Umstand, über den man in der Verwaltung nur noch mit dem Kopf schütteln kann. „Wir hoffen, dass der anberaumte Vor-Ort-Termin mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn in der kommenden Woche mehr Klarheit bringt und wir endlich erfahren, wie es auf der Baustelle weitergehen soll. Auch wenn die Stadt nicht als Bauherr in Erscheinung tritt, bleiben wir da im Interesse unserer Bürger auf jeden Fall dran“, meinte die Fachgebietsleiterin für Bauverwaltung im Rathaus, Hendrikje Kmietzyk.

Auch der zuständige Projektleiter der Deutschen Bahn, Karsten Wartenberg, musste gegenüber dem Nordkurier eingestehen, dass in Sachen Rampe nicht alles so optimal gelaufen sei, wie ursprünglich geplant und entschuldigte sich stellvertretend für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten. „Sobald die momentan noch laufenden Gründungsarbeiten für den Ersatzneubau der Eisenbahnbrücke abgeschlossen sind, werden wir aber eine alternative Möglichkeit schaffen, damit die Anwohner sicher an der Baustelle vorbeikommen. Da bei den Arbeiten schweres Gerät zum Einsatz kommt, ist das aktuell leider nicht möglich. Ich denke aber, es wird noch im November klappen“, gab sich Wartenberg optimistisch. Bis dahin könnten die Leute aus dem Wohngebiet weiterhin den eingerichteten Shuttle-Service in Anspruch nehmen.

Ärger mit kurzfristigen Terminen für ein Taxi

Doch auch das würde nicht immer problemlos klappen, wie Leser dem Nordkurier berichten. „Entweder geht niemand ans Telefon oder die Taxis sind gerade schon mit anderen Fahrgästen unterwegs. Das ist natürlich ärgerlich, wenn man dringend zu einem Termin muss, aber selbst kein Auto hat“, äußerte ein Treptower seinen Unmut. In diesem Punkt wolle man noch mal mit dem beauftragten Taxiunternehmen sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen, wie Wartenberg versicherte. „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die das Angebot nutzen wollen, sich bereits ein paar Tage im Vorfeld für eine Fahrt anmelden müssen, wie mir von einigen Anwohnern erzählt wurde. Es gibt auch immer wieder mal Termine, die kurzfristig anstehen und sich nicht planen lassen“, so der Projektleiter.

Und wie sieht es mit der geplanten Freigabe der gesperrten Barkower Straße aus? Immer müssen Autofahrer momentan einen Umweg von rund zehn Kilometer in Kauf nehmen. Bis zum 12. Dezember wird daraus vermutlich nichts, wie Wartenberg klarstellte. „Wie auf vielen Baustellen gibt es derzeit auch bei unserer Baumaßname einige Verzögerungen und Lieferschwierigkeiten. Wir können die Straßensperrung ja erst wieder aufheben, wenn der Ersatzneubau steht“, betonte Wartenberg.

Wann es voraussichtlich soweit sein wird, konnte der Mann von der Bahn jedoch noch nicht sagen.

 

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