Hochschulrektor Prof. Gerd Teschke, sein ukrainischer Kollege Prof. Igor Trevoro und Prof. Thomas Willemsen (von links), Fachb
Hochschulrektor Prof. Gerd Teschke, sein ukrainischer Kollege Prof. Igor Trevoro und Prof. Thomas Willemsen (von links), Fachbereichsleiter für Gemoatik unterzeichnen die Verträge für die Fortschreibung der Kooperation. Henning Stallmeyer
Sichtlich bewegt von der Ehren-Auszeichnung umarmt Rektor Gerd Teschke (links) seinen ukrainischen Kollegen Professor Igor Tre
Sichtlich bewegt von der Ehren-Auszeichnung umarmt Rektor Gerd Teschke (links) seinen ukrainischen Kollegen Professor Igor Trevoro. Henning Stallmeyer
Freundschaft

Ukrainer hat Spezial-Geschenk für Neubrandenburger Hochschule

Bei der Kooperationsverlängerung zwischen der Hochschule und der Universität in Lwiw wurde eines deutlich: Die Hochschulen verbindet mehr als professionelle Zusammenarbeit.
Neubrandenburg

Die Neubrandenburger Hochschule hat ein Zeichen für die deutsch-ukrainische Freundschaft gesetzt. Beim Geo-Symposium in dieser Woche wurde die Zusammenarbeit der Hochschule mit der ukrainischen Universität Lviv vertraglich fortgesetzt. Zwischen beiden Bildungstempeln besteht bereits seit mehreren Jahren eine enge Kooperation. Seit 2015 können ukrainische Studierende in Neubrandenburg den Masterstudiengang Geodäsie und Geoinformatik (heute Geomatik) aufgrund von Anerkennungsregeln verkürzt studieren. Die Geomatik befasst sich mit der Erhebung und Verarbeitung von raumbezogenen Daten, zum Beispiel der Landvermessung.

Begonnen hat alles vor rund 15 Jahren mit einem Mess-Praktikum in der Ukraine, erinnert sich Hochschuldirektor Professor Gerd Teschke. Dass daraus aber eine so erfolgreiche und enge Zusammenarbeit geworden ist, freue ihn besonders. „Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt bei unserer Internationalisierung“, betont der Rektor.

Professor Wilhelm Heger geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet das Verhältnis inzwischen als „freundschaftlich, brüderlich“. „Gerade in schweren Zeiten wie diesen sei es besonders wichtig, dass junge Leute hier zusammenkommen, miteinander reden und nicht aufeinander schießen. So vermeiden wir Konflikte“, fügt der Professor an.

Engagement gewürdigt

Der Vertreter des Instituts für Geodäsie an der ukrainischen Universität Lviv, Professor Igor Trevoro, bedankte sich bei allen Seiten für die langjährige Zusammenarbeit und beispielhaft vorbildliche Kooperation. Die ukrainischen Studierenden würden sich immer auf Deutschland freuen. Laut Professor Heger haben seit 2015 35 ukrainische Studierende ihren Masterabschluss in Neubrandenburg absolviert. 13 davon arbeiten auch in Deutschland, elf sogar in Mecklenburg-Vorpommern. Sogar zwei deutsch-ukrainische Kinder seien aus der engen Verbindung der Universitäten hervorgegangen, lacht Professor Heger.

Als besonderes Geschenk hatte der ukrainische Vertreter noch eine Auszeichnung und Ehrennadel seiner Universität für Rektor Teschke dabei. Damit würdigt Professor Trevoro das Engagement und die Leistung der Hochschule Neubrandenburg. Teschke nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt im Namen seiner Kollegen an und bedankte sich mit einer herzlichen Umarmung.

Aktuell sind zwölf ukrainische Studierende an der Neubrandenburger Hochschule eingeschrieben. Doch ein Student musste zurück in seine Heimat und kämpft nun dort gegen die Invasoren. Eine andere Studentin lässt ihr Studium ebenfalls für den Augenblick ruhen und organisiert eine Familienzusammenführung in Deutschland, berichtet Hochschulsprecher Andre Hesse-Witt.

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