CORONAVIRUS

Umzugsverbot während der Coronakrise?

Er ist zeitaufwändig, kostet Nerven und muss auf lange Sicht geplant werden – der Umzug. Doch was, wenn auf einmal ein Kontaktverbot herrscht?
Wer jetzt umziehen will, muss Zeit einplanen.
Wer jetzt umziehen will, muss Zeit einplanen. Markus Scholz
Neubrandenburg.

Dürfen Umzüge in Zeiten der Corona-Pandemie und des Kontaktverbots in Neubrandenburg und der Seenplatte überhaupt stattfinden? „Wenn es sich verschieben lässt, sollte man jetzt nicht umziehen. Aber unvermeidbare, langfristige geplante Umzüge innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind möglich unter Einhaltung des Kontaktverbots”, wie die Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte auf Nachfrage des Nordkurier mitteilt.

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Beim Umzug darf nur die Familie helfen

Das bedeutet, dass ein privat organisierter Umzug durch das auferlegte Kontaktverbot nur mit den Familienmitgliedern des betreffenden Haushalts stattfinden darf. Wer weitere Freunde, Bekannte und andere Familienmitglieder angefragt hat, muss derzeit auf sie verzichten. Denn diese Helfer dürfen einem im Moment nicht helfen. „Es darf maximal ein weiterer Helfer hinzukommen und die Umziehenden unterstützen”, heißt es weiter vom Landkreis.

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Weiterhin gelten auch bei einem Umzug die bekannte Hygieneregeln. „Wenn möglich, sollte sich niemand zu nahe kommen, sich nicht anniesen oder anhusten, und es sollten sich auch im Umzugsstress regelmäßig die Hände gewaschen werden”, erklärt der Landkreis.

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Wer keine Lust hat, mit nur einem oder zumindest mit nur einer kleinen Anzahl Helfer sein Hab und Gut stundenlang von A nach B zu hieven und dabei auch noch seinen Rücken schonen will, hat immer noch eine andere Option. Alternativ könnte noch ein Umzugsunternehmen beauftragt werden, wie Marco Gillmeister, Inhaber von Umzug 2000 in Neubrandenburg, sagt.

Umzugsunternehmen dürfen weiterarbeiten

„Umzugsunternehmen dürfen auch weiterhin, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, arbeiten”, erzählt er. Es werde in kleinen, festen Teams gearbeitet und nur ein Kunde pro Tag bearbeitet. „Umzüge müssen erledigt werden, da sich die Menschen in einem Ringtausch befinden. Das heißt, alte Mietverträge wurden gekündigt und neue bereits unterzeichnet und deswegen müssen Räumlichkeiten und Wohnungen geräumt werden”, sagt Marco Gillmeister.

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Wer jedoch nicht das nötige Kleingeld für ein Umzugsunternehmen übrig hat, wird wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und den Umzug mit Minimalbesetzung fahren müssen. Denn ein Umzug, so die Pressestelle des Landkreises, bildet keine Ausnahme für das Kontaktverbot und kann mit empfindlichen Strafen belegt werden.

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