VERKEHRSCHAOS IN NEUBRANDENBURG

Unangekündigte Baustelle sorgt für lange Staus

Neubrandenburg erlebte am Mittwoch ein Verkehrschaos. Der Grund: eine kleine Baustelle auf dem Friedrich-Engels-Ring. Am Donnerstag und Freitag stehen weitere Sperrungen und damit Staus ins Haus.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Das Corpus Delicti: Eine Baustelle am Stargarder Tor führte zu langen Staus.
Das Corpus Delicti: Eine Baustelle am Stargarder Tor führte zu langen Staus. Mirko Hertrich
Auf nur einer Spur quälte sich der Verkehr an der neuerlichen Baustelle vorbei.
Auf nur einer Spur quälte sich der Verkehr an der neuerlichen Baustelle vorbei. Mirko Hertrich
Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, stauten sich die Autos in der Neubrandenburger Innenstadt.
Wie an einer Perlenschur aufgereiht, stauten sich die Autos in der Neubrandenburger Innenstadt. Mirko Hertrich
Es ist wahrscheinlich nicht "Bodo mit dem Bagger", aber am Mittwochnachmittag baggerte er noch.
Es ist wahrscheinlich nicht „Bodo mit dem Bagger”, aber am Mittwochnachmittag baggerte er noch am Stargarder Tor. Mirko Hertrich
Durch den Stau auf dem Ring ging auch auf der Große Wollweberstraße so gut wie nichts mehr.
Durch den Stau auf dem Ring ging auch auf der Stargarder Straße so gut wie nichts mehr. Mirko Hertrich
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Neubrandenburg.

Die stau- und baugeplagten Autofahrer in Neubrandenburg mussten am Mittwoch wieder viel Geduld mitbringen. Für Bagger-Arbeiten am Stargarder Tor wurde auf der dort ohnehin schon verengten Fahrbahn des Friedrich-Engels-Rings noch eine Spur gesperrt. Der gesamte Verkehr musste sich also durch das Nadelöhr einer Spur zwängen.

Die Folge: Lange Autoschlangen, die sich bis in die Neubrandenburger Innenstadt zurückstauten. Sowohl auf dem Ring als auch auf der Stargarder Straße innerhalb der Stadtmauer blickte man in die Gesichter genervter Autofahrer, die nicht vorwärts kamen. Im sozialen Netzwerk Facebook berichteten Autofahrer davon, dass sie alleine eine halbe Stunde gebraucht hätten, um aus der Innenstadt zu kommen. Um 15 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben und der Verkehr rollte wieder.

Ankündigung der Baustelle lag nicht vor

Viele machten einander das Leben noch zusätzlich schwer, indem sie etwa auf Kreuzungen einfuhren, obwohl der Verkehr dort stand. So blockierten sie dann andere Verkehrsteilnehmer, die mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs waren.

Wie das zuständige Straßenbauamt Neustrelitz dem Nordkurier auf Anfrage sagte, müssen sich Autofahrer am Donnerstag und Freitag erneut auf Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Für die Bauarbeiten wird die linke Spur des Friedrich-Engels-Ring jeweils von 8 bis 15 Uhr erneut gesperrt. "Wir wissen, dass das nicht lustig ist, aber irgendwann müssen wir die Bauarbeiten machen", sagte Annemarie Schaak, Sachgebietsleiterin konstruktiver Ingenieurbau. Durch die nur zeitweise Sperrung habe man aber bewusst versucht, "die Spitzen herauszunehmen".

Fußgängerübergang wird verlegt

Zur Frage nach der Kurzfristigkeit der Sperrung sagte Schaak, das zuständige Bauunternehmen habe am Mittwoch von der Verkehrssicherung die Genehmigung für die Bauarbeiten bekommen und "gleich losgebaut". Dies sei nicht rechtzeitig kommuniziert worden. Grund für die Bauarbeiten an Asphalt und Bordstein ist nach den Worten der Sachgebietsleiterin die Verlegung der Fußgängerüberwegs vom Zentrum in Richtung Mittelinsel im Zuge der Baumaßnahmen für die neue Brücke über den Lindebach. Dies sei von der Stadt so gewünscht worden. Dafür müsse der Bordstein notwendigerweise abgesenkt werden. Der Friedrich-Engels-Ring gilt mit 35 000 Autos am Tag als eine der meistbefahrenen Straßen in Ost-Mecklenburg.

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Kommentare (1)

Hier stellt sich wieder einmal die Frage, warum arbeitet an solch einer kritischen Verkerhrsstelle nicht nachts,wie in anderen Städten auch. In diesem abgehängten Bundesland geht alles zu Lasten der Bürger. Es ist schon befremdend wie langsam an der Kreuzung von den meist 2-5 s.g. Werktätigen gearbeitet wird trotz Supersommer. Irgendwie scheinen die Verantwortlichen den realen Überblick über die akute Situation im Land verloren haben und ihre Genossen sitzen eine Etage höher. Beim Schnittchenessen lächeln sie sich dann auch mwieder nett zu, wie sie das Volk besch.... haben.