NEUES WOHNQUARTIER

Urbanes Leben soll am Neubrandenburger Bahnhof entstehen

Lange Jahre dümpelte das Areal am Bahnhof vor sich hin. Ein Privatinvestor will dem Brachgelände in Innenstadtnähe jetzt neues Leben einhauchen – mit einem schicken Wohnquartier.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Visualisierung der Südansicht des sogenannten Schallschutzriegels
Visualisierung der Südansicht des sogenannten Schallschutzriegels Golke
Rund 100 Wohneinheiten sollen ab 2020 auf dem alten Bahngelände zwischen Gerichtsstraße und Morgenlandstraße entstehen.
Rund 100 Wohneinheiten sollen ab 2020 auf dem alten Bahngelände zwischen Gerichtsstraße und Morgenlandstraße entstehen. Mirko Hertrich
Alte Bahnschwellen und eine Verladerampe zeugen noch von der langjährigen Nutzung des Areals durch Reichsbahn und Deutsche Bahn. Foto: Mirko Hertrich
Alte Bahnschwellen und eine Verladerampe zeugen noch von der langjährigen Nutzung des Areals durch Reichsbahn und Deutsche Bahn. Foto: Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Wo heute noch das Unkraut zwischen stillgelegten Bahngleisen sprießt, soll bald neues Leben einziehen. Ein privater Investor aus Neubrandenburg, die HCG Projekt GmbH, will in einem ersten Bauabschnitt auf einem 17.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Gerichtsstraße und Morgenlandstraße einen Wohnpark in moderner Architektur errichten. „Geplant sind rund 100 Wohneinheiten“, wie die Projektverantwortlichen dem Nordkurier mitteilten. Der Vorentwurf des Bebauungsplanes liegt aktuell bis zum 21. Februar im Rathaus zur Einsicht aus. Sobald dieser durch ist, soll es ab Frühjahr 2020 losgehen. Bis dahin soll das Areal noch beräumt und beispielsweise eine alte Laderampe abgerissen werden, die von der früheren Verladetätigkeit auf dem Gelände zeugt.

Die HCG Projekt GmbH will das Gelände von der Planung über die Bebauung bis hin zur Nutzung entwickeln. Geplant ist unter anderem ein baulicher „Schallschutzriegel“, der aus einer geschlossenen Reihe mehrgeschossiger Stadthäuser besteht. Damit soll eine Lärmbelastung durch vorbeifahrende Züge minimiert werden. Ein von der Stadt für den Bebauungsplan in Auftrag gegebenes Gutachten habe ergeben, dass dadurch im Innenbereich der Wohnanlage lediglich eine Schallbelastung herrsche wie in einem Wohngebiet, hieß es von den Projektentwicklern.

Das zu erschließende Areal liegt zwischen der Gerichtsstraße und der Morgenlandstraße. Im Norden wird es begrenzt von den Bahnanlagen, im Süden von der Bebauung der Robert-Blum-Straße. Erschlossen werden soll die Wohnanlage über die Gerichtsstraße, zur Morgenlandstraße ist ein Fuß- und Radweg vorgesehen. Hierdurch würde sich etwa der Fußweg für die Schüler und Lehrer der nahe gelegenen Kooperative Gesamtschule (KGS) Stella von und zum Bahnhof etwas verkürzen und auch verschönern. Vorgesehen ist unter anderem, die Innenanlagen „parkähnlich“ zu gestalten. Die urbanen Stadthäuser sollen begrünte Dachterrassen bekommen. Überdachte Parkplätze finden sich im Erdgeschoss der Mehrstöcker. „Veränderungen können im Zuge des Bebauungsplanes aber immer noch kommen“, hieß es seitens der HCG.

Stadt will das Umfeld des Bahnhofs aufwerten

Einen großen Vorteil bei der Vermarktung der Anlage sehen die Entwickler in der Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof. „Wer hier wohnt, braucht eigentlich kein Auto mehr“, betonten sie. Alles sei fußläufig zu erreichen wie beispielsweise Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen oder Einkaufsmöglichkeiten. „Wir wollen für jede Zielgruppe etwas anbieten von der Zwei-Raum-Wohnung zum Mieten bis hin zum Kauf eines Hauses.“ Als potenzielle Käufer oder Mieter sieht die HCG unter anderen Pendler oder Menschen, die in der Nähe arbeiten, aber auch Rentner, die in die Stadt ziehen wollen. Voraussichtlich ab Mai kann die HCG nach eigener Einschätzung verlässliche Auskünfte zur konkreten Projektgestaltung erteilen. Schon vom 1. März an wird eine Reservierungsliste geführt.

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Kommentare (2)

"Einen großen Vorteil bei der Vermarktung der Anlage sehen die Entwickler in der Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof."

Einer Innenstadt, die kaum was Anderes zu bieten hat als Konsum, welchem man im Internet günstiger nachgehen kann und einem Bahnhof, welcher nur den Nahverkehr bedient.
Dafür kriegt man dann den Lärm des ein/ausfahrenden Zuges nach/aus Kleinkleckersdorf...hagen...lück...ow.
Aber hey, EXCLUSIVE INNENSTADTLAGE FTW EINS11ELF!!

Würden auch Wohnungen für Geringverdiener und sozial Schwache gedacht. 5-10% sollte die Stadt schon fordern. Auch um eine gutes Mischverhältnis bin Wohngebiet zu fördern. Das macht ja die Stadt immer noch nicht