Diesel-Affäre

VW-Kunden siegen vor Gericht in Neubrandenburg

Auch in Mecklenburg-Vorpommern wollen viele VW-Kunden ihre Diesel-Pkw nach der Abgas-Affäre zurückgeben. Das Landgericht Neubrandenburg traf jetzt ein klares Urteil.

Zwei Autobesitzer von der Mecklenburgischen Seenplatte haben im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal mit Erfolg gegen den Volkswagen-Konzern geklagt. „Ich habe den zwei Klagen auf Schadensersatz und Rückabwicklung stattgegeben”, sagte Richter Christian Weidlich am Mittwoch im Landgericht Neubrandenburg. Damit könnte der Besitzer eines 35.000 Euro teuren Audi Avant mit VW-Dieselmotor (Typ EA 189, 8600 Kilometer Laufleistung, gekauft in Neubrandenburg) das Geld zurückfordern und das Auto zurückgeben, wenn die Gegenseite kein Rechtsmittel einlegt.

Im zweiten Fall hatte ein VW Passat-Besitzer aus Röbel auf etwa 8000 Euro Schadensersatz gegen den Hersteller geklagt. Das Auto wurde gebraucht in Malchow gekauft und ist bereits 122.000 Kilometer gefahren. Der Händler braucht in dem Fall keine Klage mehr zu fürchten, da der Kauf mehr als zwei Jahre zurückliegt und die Ansprüche verjährt sind.

Wahrscheinlich geht's in die nächste Instanz

Experten rechnen damit, dass die von VW beauftragten Anwälte wie in anderen Fällen auch hier das Oberlandesgericht als nächste Instanz einschalten. In Mecklenburg-Vorpommern klagen etwa 300 Besitzer manipulierter Dieselautos gegen den Autokonzern aus Wolfsburg. Der Bundesverband der Verbraucherschutzzentralen hat eine mehr als 240 lange Musterfeststellungsklage eingereicht. 

Experten erwarten Anfang Januar eine richtungsweisende Entscheidung des Bundesgerichtshofes zu der Thematik. 

dpa

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Carina Göls

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