Mordversuch

▶ Verdächtiger Polizist soll 33-jährige Neubrandenburgerin angezündet haben

Nicht versuchter Totschlag, sondern versuchter Mord wird einem Polizisten aus Rostock nun vorgeworfen. Er hatte in Neubrandenburg eine 33-Jährige angezündet.
In der Neubrandenburger Hufelandstraße haben sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft dramatische Szen
In der Neubrandenburger Hufelandstraße haben sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft dramatische Szenen abgespielt. Felix Gadewolz
Ein Polizist soll eine 33-Jährige gezielt aufgesucht, geschlagen und angezündet haben. Nun steht er unter Verdacht d
Ein Polizist soll eine 33-Jährige gezielt aufgesucht, geschlagen und angezündet haben. Nun steht er unter Verdacht des versuchten Mordes. Felix Gadewolz
Neubrandenburg

Ein Polizist aus dem Landkreis Rostock steht mittlerweile unter Verdacht des versuchten Mordes. Die Staatsanwaltschaft habe beim Amtsgericht Neubrandenburg Haftbefehl beantragt, sagte Sprecher Tim Wischmann auf Nordkurier-Anfrage. Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe der deutsche, 56-jährige Tatverdächtige am Montagnachmittag eine 33-jährige Neubrandenburgerin in ihrer Wohnung in der Neubrandenburger Hufelandstraße gezielt aufgesucht, geschlagen und angezündet, sagte der Sprecher weiter.

33-Jährige außer Lebensgefahr

In der Wohnung hatten sich zu dem Zeitpunkt auch die 69-jährige Mutter und die elf Monate alte Tochter des Opfers befunden. Beide mussten ebenfalls behandelt werden, die 33-Jährige ist nach Angaben der Ermittlungsbehörden wegen ihrer Verbrennungen in eine Berliner Spezialklinik gekommen. Mittlerweile sei sie wohl außer Lebensgefahr, sagte Wischmann auf Nachfrage.

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Insgesamt würden dem Polizisten, der nach unbestätigten Nordkurier-Informationen beim Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Rostock arbeiten soll, versuchter Mord in Tateinheit mit Körperverletzung und schwerer Körperverletzung vorgeworfen, fasste der Staatsanwalt Wischmann zusammen.

Weitere Angaben zum Motiv wollte der Staatsanwalt noch nicht machen, zu der Frau stehe der Tatverdächtige in keinem familiären Verhältnis, ob gleiches auch für die elf Monate alte Tochter gelte, er also womöglich der Vater ist, konnte der Sprecher nicht sagen. Ein dienstlicher Bezug zur Tat sei aber ausgeschlossen.

Richter entscheidet über Antrag auf Haftbefehl

Der Verdacht der schweren Brandstiftung spiele bei den Ermittlungen nur noch eine untergeordnete Rolle. Noch im Laufe des Dienstags werde der Haftrichter wohl eine Entscheidung zum Haftbefehlantrag treffen.

Der Polizist ist nach Angaben des Polizeipräsidiums vom Dienst suspendiert worden. In der Nacht zum Dienstag war er mithilfe von Spezialkräften des Landeskriminalamtes festgenommen worden. Widerstand hatte es nach Angaben der Staatsanwaltschaft dabei nicht gegeben

 

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