TERRORVERDACHT

Verdächtiger Soldat geriet ins Visier des MAD

Der Tipp zur Razzia bei Neubrandenburg kam vermutlich vom Truppen-Geheimdienst. Der Bundeswehr-Soldat schweigt weiter zu den Vorwürfen der Anschlagsplanung.
70 Polizisten durchsuchten am Montag mehrere Objekte in Sponholz bei Neubrandenburg.
70 Polizisten durchsuchten am Montag mehrere Objekte in Sponholz bei Neubrandenburg. Felix Gadewolz
Rostock.

Der wegen möglicher Anschlagspläne ins Visier der Sicherheitsbehörden geratene Bundeswehrsoldat stand offenbar schon länger unter Beobachtung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Nach dem MAD selbst und dem Bundesverteidigungsministerium bestätigte am Mittwoch auch die zuständige Staatsanwaltschaft Rostock, dass der Durchsuchung eines Anwesens am Montag in Sponholz längere Ermittlungen des Truppen-Geheimdienstes vorangegangen seien.

Ergebnisse stehen noch aus

Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert unterdessen weiter an. „Dies werde auch noch einige Tage in Anspruch nehmen”, unterstrich Harald Nowack. Über die Ergebnisse will die Strafverfolgungsbehörde dann öffentlich informieren.

Neben dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst ist der Militärische Abschirmdienst der dritte Nachrichtendienst des Bundes. Zu den Aufgaben des MAD zählt es unter anderem, extremistisch denkende Menschen in den Reihen der Bundeswehr ausfindig zu machen, diese zu beobachten und deren Bestrebungen gegen die Bundeswehr abzuwenden.

Soldat ist vorerst freigestellt

Gegen den Verdächtigen wird wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Staatsanwaltssprecher Harald Nowack sagte auf Nordkurier-Anfrage, der 40-Jährige sei zu den Vorwürfen vernommen worden, habe sich bislang aber weiter nicht dazu geäußert. Der Deutsche ist auf freiem Fuß.

Rund 70 Beamte hatten am Montag ein Anwesen des Mannes in Sponholz bei Neubrandenburg durchsucht, darunter auch SEK-Kräfte. Nach der Durchsuchung wegen Extremismusverdachts ist der Verdächtige, der in der Tollense-Kaserne der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern” sein Dienst tun soll, vorerst freigestellt worden. Der Mann soll zur Dienstgradgruppe der Unteroffiziere gehören.

 

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Kommentare (4)

und ihr habt bald keine Soldaten mehr!

Auf Soldaten die terroristische Anschläge planen, kann ich verzichten. Auf die anderen übrigens auch.

Wenn der MAD die Hinweise gegeben hat,wissen die aufgeklärten,woher er diese Hinweise bekommen hat. Wenn der Rauch sich verzogen hat,was bleibt dann wieder übrig ?

Herr Hertrich, wie viele neue Versionen wollen Sie den noch unters Volk bringen? Sagen Sie bescheid wenn Sie sich auf eine mal festlegen wollen? Vermutlich, vermutlich, vermutlich. Ich würde sowas nicht Drucken und mit Gerüchten und Vermutungen meine Leser ärgern. Aber kleiner Tipp, Sie liegen vermutlich wieder weit, weit weg von der Wahrheit.