NEUER ANLAUF FÜR NEUBRANDENBURGER KINOKIRCHE

Verein gibt Kampf ums Latücht nicht auf

Den Schwarzen Peter will der Film- und Medienverein nicht auf sich sitzen lassen und setzt auf einen neuen Anlauf für die Kinokirche.
Alle für eines, nämlich fürs Latücht: Bernd Päsler, Holm-Henning Freier, Ingrid Teßmann, Meike Bünting-Seggewiß und Johannes Horn (von links) möchten die Kino-Kirche am liebsten wieder in Vereinsobhut nehmen. 
Alle für eines, nämlich fürs Latücht: Bernd Päsler, Holm-Henning Freier, Ingrid Teßmann, Meike Bünting-Seggewiß und Johannes Horn (von links) möchten die Kino-Kirche am liebsten wieder in Vereinsobhut nehmen. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Mehr Kino, mehr Veranstaltungen, mehr Besucher – dieser Traum ist noch nicht ausgeträumt für den Verein Latücht Film & Medien, der weiter um seine Visionen für die Kinokirche in der Großen Krauthöfer-
straße kämpfen will. Voraussetzung aber wäre, „dass die Stadt ein kommunales Kino will“, erklärt Vorstandsmitglied und Kinoleiter Holm-Henning Freier. Dieser Wille stehe in Frage, nachdem die Bewirtschaftung des Hauses ausgeschrieben, mit dem Latücht-Verein als einzigem Bewerber (und zuvor langjährigem Betreiber) verhandelt und dann doch entschieden worden war, die Spielstätte in der Obhut des Veranstaltungszentrums VZN zu belassen.

Dabei sei es allein um finanzielle Fragen, nicht aber um den urtümlichen Auftrag des Hauses gegangen, kritisiert Freier. Die ehemalige Schnitterkirche sei vor mehr als 25 Jahren nach dem Willen der damaligen Stadtvertreter für eine Nutzung als Multikulturelles Zentrum saniert worden – „nicht ausdrücklich um damit Geld zu verdienen, sondern um hier Kultur anzubieten. Und dieser Aufgabe haben wir uns gestellt“, erinnert er an jene Jahre, als der Latücht e. V. für ein formatfüllendes Kinoprogramm sowie weitere Veranstaltungen sorgte – unter dem Druck sinkender kommunaler Unterstützung. Die Ausschreibung bot endlich die Chance, sich den eigenen Ambitionen neu zu stellen.

Abfinden wollen sich die Kino-Enthusiasten mit der jetzigen Situation aber nicht. Sie drängten auf ein weiteres Gespräch mit der Stadtverwaltung, das im Juni stattfinden soll. Man wolle wenigstens bessere Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit mit dem VZN. Kinofreundlichere Verträge zum Beispiel, die mehr Programmgestaltung und somit auch gezieltere inhaltliche Arbeit ermöglichen.

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