FAHRRAD-VERFOLGUNGSJAGD PER APP

Neues Erlebnis für die E-Bike-Fahnder

Längst haben auch an der Seenplatte teure E-Bikes in der Gunst der Diebe normalen Fahrrädern den Rang abgelaufen. Deshalb sind deren Besitzer auch besonders sensibel und stellen sich bei der Polizei auch mal in eine lange Schlange.
Kein guter Trend, den die Polizei da registriert. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte sind allein in den ersten sechs Monaten
Kein guter Trend, den die Polizei da registriert. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte sind allein in den ersten sechs Monaten des Jahres schon mehr als 150 Fahrräder als gestohlen gemeldet worden. Besonders teure Exemplare werden inzwischen schon mal per Ortungssystem gesichert. Auch das ist nicht ganz billig. Friso Gentsch
Neubrandenburg.

Nicht, dass es ihnen viel ausgemacht hätte. Aber die sportlichen Beamten einer Streifenwagenbesatzung in Neubrandenburg hatten vor wenigen Tagen eine längere Wegstrecke unter die Polizeischuhe nehmen müssen – mehr, als in durchschnittlichen Schichten üblich.

Technik hilft

Schuld daran ist die moderne Technik. Die Beamten waren nur wenige Minuten nach dem Diebstahl eines 4500 Euro teuren E-Bikes von der Besitzerin alarmiert worden. Und dann mussten die Polizisten und das Diebstahlsopfer nur noch den Signalen auf dem Handy der Neubrandenburgerin folgen. Sie hatte – zum Glück – GPS-Ortung in ihr Rad einbauen lassen. Die Technik alarmiert nicht nur, wenn sich Fremde an dem Rad zu schaffen machen, sondern verrät auch haargenau, wo sich das E-Bike gerade befindet. Zwar konnte sich der Dieb in einem Wald vor den Toren Neubrandenburgs vorerst zu Fuß aus dem Staub machen, als er die Verfolger bemerkte – das Fahrrad indes geriet unbeschadet wieder in den Besitz der Radfahrerin.

Eine Premiere für Polizisten in der Region sei das gewesen, sagt eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg. „So schnellen Erfolg, der eingebauter Ortungstechnik zu verdanken ist, gab es bisher bei der Fahndung nach einem gestohlenen Rad noch nie“, so die Auskunft.

Zahl der Diebstähle steigt schon seit Jahren an

Keine Frage, dass sich die Polizei so raffinierte Vorrichtungen in und an möglichst vielen Fahrrädern wünscht. Denn der anhaltende Klau von Fahrrädern in der Region lässt nicht nach. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres wurde bei der Polizei das spurlose Verschwinden von mehr als 150 Fahrrädern im Landkreis Seenplatte angezeigt worden. Nichts völlig Neues – der Trend zeigt seit Jahren nach oben. Gerade im Sommer kommt mit den Fahrrad-Touristen begehrte Beute in die Region.

Neu allerdings, sorgt man sich bei der Polizei: Der Anteil teurer E-Bikes nimmt unter den Diebstählen immer mehr zu. Bei von der Polizei angebotenen Sicherungsmaßnahmen allerdings auch. Unter den 250 Rädern, die in der vergangenen Woche von Polizeibeamten in Neubrandenburg, Röbel und Demmin codiert wurden, seien mehr als 60 Prozent E-Bikes gewesen, heißt es. Die Nachfrage steigt weiter, deshalb soll nachgelegt werden: Am 15. und 16. Juli können Räder in Malchin und auch wieder in Neubrandenburg gekennzeichnet und von der Polizei registriert werden. Lange Schlangen sind auch dann wieder zu erwarten.

Sichere „Parkplätze” fehlen

Die Aktion, um gestohlene Räder irgendwann nach dem Fund wieder den eigentlichen Besitzern zuordnen zu können, kostet nichts – im Gegensatz zur Installation wertvoller Ortungstechnik. Rund 150 Euro müssten dafür schon hingeblättert werden, verraten diverse Angebote aus dem Internet. Dazu noch, denn GPS-Technik befreit nicht vor dem Anschließen, die Kosten für ein gutes Schloss. Auch das ist kaum unter 60 Euro zu haben.

Bei der Polizei teilt man die Sorge und die Angst potenzieller Diebstahlsopfer. Allerdings können auch die Ordnungshüter keine Empfehlungen abgeben, wie teure Räder hundertprozentig gesichert werden können. „Machen Sie es den Dieben so schwer wie möglich“, heißt es im Wissen um die große Gefahr, die teuren Zweirädern in den größeren Städten der Region und selbst in deren Umfeld drohen. Es fehle, seufzen viele Radfahrer nicht nur in Neubrandenburg, an sicheren Unterstellmöglichkeiten in den Innenstädten. Dem eher zynisch gemeinten Ratschlag einiger Betroffener, doch nur noch vor dem Neubrandenburger Polizeihauptrevier die Räder abzustellen, kann sich die Polizei auch nur bedingt anschließen. Denn so viel Platz, heißt es dort, sei an der Stelle auch nicht vorhanden.

 

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Kommentare (7)

und sichere Unterstellmöglichkeiten schaffen, dass ist die Lösung. Nur wenn die Diebe wissen, dass es für Sie sehr teuer wird, dann werden es sich viele überlegen. Auch sollten die Räder an den Supermärkten mit einer Kamera überwacht werden, kostet sehr wenig und würde sehr viel bringen. Das Problem ist aber nun seit Jahre bekannt und von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Unsere jetzigen Beamten meist von SPD und Linken werden das Problem also nicht lösen, da brauchen wir zwingend neues Personal.

Auch ich fordere Todesstrafe für Fahrradschänder!
Mehr Kameras, Bürgerwehren, da der Staat hier komplett versagt. Und zwar nicht von den linksversifften, grünen Ökofaschisten, die ja noch nie etwas für Fahrräder übrig hatten.
Wie brauchen kostenfreie Parkhäuser für Fahrräder. Erbaut mit dem Geld, daß wir für die ganzen Ausländern verplempern.
Man könnte auch Frauenhäuser schließen oder umfunktionieren.
Mit Frauenhäuser meine ich natürlich nicht die Bordelle, in denen Mann Mal gepflegt Dampf ablassen kann, wenn das neuste E-Bike wieder mal geschändet wurde...
Ich finde nicht, daß man den einzelnen in die Pflicht nehmen sollte, sein Fahrrad selbst zu sichern. Wo kommen wir dahin?

Alle geklauten E-Bikes waren sehr gut gesichert. Mehr kann der Bürger nicht machen. Bei dem guten Werkzeug was es heute gibt leider kein Schutz mehr. Ansonsten gebe ich Ihnen zu 100% Recht, dass ist genau meine Meinung. Übrigens war die DDR links, was Sie meinen sind keine Linken. Sowas hätte man in der DDR in ein Arbeitslager gesteckt.

Arbeitslager, Aufhängen, Bürgerwehren! Geht's denn noch, Ihr rechtes Pack?!

Sie leben auf unsere Kosten und beleidigen ständig die Leute?? Wissen Sie den was rechts ist? Gehen Sie doch mal zum Arzt und lassen Sie sich helfen, so kann es doch mit Ihnen nicht weiter gehen! Sie sollten sich jetzt wirklich helfen lassen, wir lieben Sie doch alle.

für simsumdumm und blödmanskopf ist das sicher so eine sache mit dem arbeiten die stütze kommt pünktlich....
und alle die nicht in ihr linkes spektrum passen sind ach so böse nazi pack
also LINKS liegen lassen und kein kommentar wert

Rischtisch...