TIERSCHUTZ

Verlassener Kater wird wegen Krebsgeschwür eingeschläfert

In einem verlassenen Garten hat der Tierschutzverein einen von Krankheit schwer gezeichneten Kater eingefangen. Doch die Mühe war vergebens.
Wegen eines Krebsgeschwürs wurde der Kater eingeschläfert.
Wegen eines Krebsgeschwürs wurde der Kater eingeschläfert. Kurt Kadow
Neubrandenburg ·

Der Neubrandenburger Tierschutzverein hat aus einem verlassenen Garten einen schwer kranken Kater geholt, letztlich aber nicht mehr retten können. Der Besitzer des handzahmen Tieres sei verstorben, sagte der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Kurt Kadow, dem Nordkurier. Die Ehefrau habe den Garten aufgegeben und den alten Kater einfach zurückgelassen. Auf die Frage, ob sie sich nicht weiter um den Kater kümmern möchte, habe sie geantwortet: „Und wer kümmert sich um mich?“

Krebsgeschwür an der Nase

Zum Glück gibt es Kurt Kadow zufolge tierliebe Menschen, „die da nicht weggeschaut und den Tierschutzverein informiert haben. Am Montagvormittag war Kadow noch zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir diesem Kater noch helfen können.“ Leider vergebens. Der Kater hatte an der Nase ein schweres Krebsgeschwür und musste eingeschläfert werden.

„Wären wir früher gerufen worden, hätten man vielleicht noch helfen können“, sagt Kurt Kadow im Gespräch mit dem Nordkurier. Er appelliert an Gartenbesitzer, zahme Katzen im Winter nicht alleine und unversorgt in den Gärten zurückzulassen. Bei mildem Wetter kämen die Tiere noch zurecht. Bei Schnee im Winter würden viele Tiere aber verhungern oder an Krankheiten sterben.

Rund 700 verwilderte Katzen in Neubrandenburg

In Neubrandenburg gibt es rund 700 verwilderte Katzen. Der Tierschutzverein hat Kurt Kadow zufolge im vergangenen Jahr rund 100 Tiere eingefangen und kastrieren lassen. Dafür bekam der Verein bislang einen finanziellen Zuschuss von der Stadt. Im Zuge der Umsetzung der Verwaltungsvorschrift über das Verfahren zum Umgang mit Fundtieren soll diese Aufgabe künftig das Neubrandenburger Tierheim übernehmen. Geplant ist auch, verwilderte Tiere nach Kastration an einer zentralen Stelle zu füttern und zu versorgen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage

Kommentare (3)

Auch wieder so ein trauriger Fall zu Lasten des Tieres - einfach mal den Mund auf machen und eine Lösung suchen! Als Relikt des Ehepartners wirkt es umso kurioser, dass der Dame das Tier nicht doppelt am Herzen lag. Tierschutz hätte bestimmt ebenso geholfen eine Lösung zu finden.
Unglaublich

dich kümmert sich keiner oh doch ich wünsche dir einen unheibaren krebs an den hals und er soll dich elendig verrecken lassen 😡
auge um auge .............

an die helfer vom tierschutz sie machen hier in nb eine tolle arbeit ich konnte mich des öfteren davon überzeugen
und wieder sind ihnen auch dieses jahr spenden sicher von meiner seite sicher
DANKE NOCHMAL