Die Hubschrauber über Neubrandenburg sorgten am Montag für Aufregung.
Die Hubschrauber über Neubrandenburg sorgten am Montag für Aufregung. Danny Bende
Im Tiefflug

▶ Verwirrung um Hubschrauber – das sagt die Bundeswehr

Mehrere Armee-Hubschrauber über Neubrandenburg – das sorgte für Gesprächsstoff. Doch das Manöver hatte nichts mit der angekündigten Übung Haffsturm zu tun.
Neubrandenburg

Die Bundeswehr-Hubschrauber, die am Montagmorgen im Tiefflug über die Stadt Neubrandenburg zogen, sind nicht Teil der Übung Haffsturm, wie ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ am Montagabend klarstellte. Die Bundeswehr hatte für diesen Tag ein erhöhtes Aufkommen militärischer Fahrzeuge im Raum Neubrandenburg und dem Landkreis Seenplatte angekündigt.

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Fiktiver Botschafter gerettet

Das Flugmanöver aber habe damit nichts zu tun, sondern sei Teil der parallel stattfindenden Übung „Schneller Adler”, die inzwischen beendet sei. Wie ein Sprecher der Bundeswehrdivision „Schnelle Kräfte” am Montag sagte, waren an dem Einsatz 4 Hubschrauber und 50 meist niederländische Soldaten beteiligt. Wie bereits in den vergangenen Tagen gab es das Szenario, dass sich in dem fiktiven Krisenland Fromonia die Lage immer weiter zugespitzt hat.

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Nachdem es der im fiktiven land stationierte Botschafter und seine Personenschützer nicht mehr geschafft hatten, sich selbst in Sicherheit zu bringen, sei die Schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force) alarmiert worden. Die Hubschrauber seien dann zur Tollense-Kaserne in Neubrandenburg geflogen und hätten den Botschafter und seine Crew aus der gefährlichen Lage herausgeholt.

Mehrere Tausend Soldaten bei Übungen beteiligt

Der Divisionssprecher zeigte sich sehr zufrieden mit der Aktion am Montag. Es habe weniger als zwei Stunden gedauert, bis die Hubschrauber samt Botschafter wieder an ihrem Ausgangspunkt waren.

In den vergangenen Tagen waren knapp 2000 Personen an dem Manöver beteiligt, darunter etwa 1200 deutsche und niederländische Soldaten direkt in der Übung. Es gelte nun, die unterschiedlichen Einsätze der vergangenen Tage auszuwerten und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen. In drei Jahren soll das nächste Manöver dieser Größenordnung stattfinden.

Parallel startete wie angekündigt am Montag die Übung „Haffsturm”. Der Stab und Verbände der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ sowie weitere Kräfte der 1. Panzerdivision üben bis zum 20. Mai in der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg und auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück.

Die Übung „Haffsturm“ dient den Angaben zufolge unter anderem dem Planen und Durchführen von hochintensiven Gefechten auf den Gefechtsständen, um so den individuellen Ausbildungsstand der Soldatinnen und Soldaten sowie die Interoperabilität der Verbände nach der Einführung eines neuen digitalen Führungssysstems untereinander noch weiter zu erhöhen, hieß es.

 

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Kommentare (1)

Wenn die Rettungshubschrauber das Klinikum ansteuern, gehen die auch in den Tiefflug (Sinkflug) über.